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Paderborns Trainer Stefan Effenberg: „Ich laufe nicht weg“

26.01.2016 | 14:53 Uhr
Paderborns Trainer Stefan Effenberg: „Ich laufe nicht weg“
Stefan Effenberg muss bei seiner ersten Trainerstation eine echte Herausforderung meistern.Foto: dpa

Paderborn.   Am Tag nach der Rückkehr aus dem Trainingslager hatte er geschwiegen. Nun äußert sich auch Paderborn-Coach Stefan Effenberg zum Trainingslager-Eklat.

Eigentlich sollte es an diesem Dienstag nur um die Einweihung und öffentliche Präsentation des neuen Trainings- und Nachwuchsleistungszentrums gehen. „Die Spieler freuen sich unheimlich auf das neue Trainingszentrum. Es wird uns für den zweiten Teil der Saison einen zusätzlichen Push geben“, sagte etwa Marvin Bakalorz, Kapitän des Fußball-Zweitligisten SC Paderborn, über den Meilenstein in der Vereinsentwicklung der Ostwestfalen.

Allerdings waren auch die Nachwirkungen des Trainingslagers in Belek beim Tabellen-16. immer noch zu spüren. Die Suspendierung des Stürmers Nick Proschwitz, die Forderung des Vereinspräsidenten Wilfried Finke an Trainer Stefan Effenberg, „Siege und Punkte zu liefern“ und Finkes Aussagen, dass ein erneuter Trainerwechsel bei anhaltendem Misserfolg nicht ausgeschlossen sei – all das wurde weiter diskutiert.

Stefan Effenberg, teilte deshalb per Pressemeldung vor dem ersten Training im neuen TNLZ seine Sicht der Dinge mit. Effes Erklärung im Wortlaut:

„Die Ereignisse der vergangenen Tage haben zu heftigen und teilweise überzogenen Schlagzeilen geführt. Verantwortlich dafür sind einzelne Spieler, die den Ruf unserer Mannschaft mit vielen einwandfreien Charakteren beschädigt haben. Eine faire Bewertung der Ereignisse setzt indessen eine sachliche Analyse und Bewertung voraus.

Die in den Medien dargestellten Vorfälle in der Nacht vom 20. Januar (Mittwoch) auf den 21. Januar (Donnerstag) sind in der beschriebenen Form nicht passiert. Darüber habe ich mich gemeinsam mit unserem Geschäftsführer Michael Born bei einer Begutachtung der Videoaufnahmen überzeugt. Die betroffenen Spieler, die Inventar des Hotels beschädigt haben, sind umgehend mit einer Strafe durch den Verein belegt worden und haben darüber hinaus den Schaden persönlich beglichen.

Effenberg: Mein Vertrauen wurde nicht zurückgegeben

Der Vorfall mit Nick Proschwitz in der Nacht vom 23. Januar (Samstag) auf den 24. Januar (Sonntag) um 0.35 Uhr ist nicht zu tolerieren und hat dazu geführt, dass Nick Proschwitz nicht mehr für den SC Paderborn 07 spielen wird. Auch in dieser Angelegenheit sind zeitnah die notwendigen Konsequenzen gezogen worden.

Die freien Abende am Mittwoch (Bettruhe in der Eigenverantwortung der Spieler) und am Samstag (Bettruhe um 1.00 Uhr) entsprechen den üblichen Gepflogenheiten in einem Trainingslager. Im Rahmen von 20 Trainingseinheiten und drei Testspielen habe ich diese Freizeiten als angemessen angesehen. Aus heutiger Sicht waren diese Maßnahmen wohl ein Fehler, da mein Vertrauen von einigen wenigen Spielern nicht zurückgegeben worden ist.

Selbstverständlich bin ich als Chef-Trainer für die Aufsichtspflicht mitverantwortlich. Allerdings sollte unterschieden werden zwischen der Aufstellung von Regeln und der Missachtung der Vorgaben durch Einzelne.

Effenberg: Ich weiß ganz genau, was ich brauche

Die Aufgabe, den SC Paderborn 07 aus der schwierigen sportlichen Situation herauszuholen, betrachte ich als große Herausforderung. Ich bin dafür bekannt, dass ich vor der Verantwortung gerade auch in Drucksituationen nicht weglaufe. Vor allem auch im Sinne meiner Mannschaft stelle ich mich dieser Herausforderung. Und ich weiß ganz genau, was ich brauche, um diese Prüfung zu bestehen.

Gern halte ich es dabei mit dem Vereinsmotto des SC Paderborn 07: Helden geben nie auf!“

Falk Blesken

Kommentare
26.01.2016
18:17
WO soll dieser hochkarätige Meistertrainer denn hinlaufen???
von DieGRUENENsindBESSER | #3

Den will doch keiner mehr, villeicht, wenn er Geld mitbringt,
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2016-01-26 14:53
Sport,Fußball,2. Bundesliga,SC Paderborn,Stefan Effenberg
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