Olsberger Unglücksjet auf dem Landweg unterwegs

Ol.  . Vor knapp einem Jahr ist ein Kampfflugzeug der Bundeswehr über Olsberg-Elpe mit einem Learjet zusammengestoßen. Die beiden ­Piloten der Privatmaschine kamen dabei ums Leben. Das Militärflugzeug konnte stark beschädigt in ­Nörvenich landen. Zurzeit ist der Eurofighter wieder unterwegs - aber auf dem Landweg.

Heute Abend endet in Manching bei Ingolstadt die 950 Kilometer lange Reise des Eurofighters. Das Flugzeug ist 15,96 Meter lang, hat eine Höhe von 5,28 Meter und eine Spannweite von 10,95 Metern. Es wurde auf einen riesigen Sattelschlepper verladen und ist seitdem auf dem Weg in das Werk der Firma Airbus Defense & Space. „Der Jet soll dort eingehender auf mögliche, verdeckte Schäden untersucht ­werden. Dabei soll geklärt werden, ob und inwieweit er weiter verwendet werden kann. Seit dem Unfall ist er nicht mehr geflogen“, sagte ein Sprecher der Luftwaffe gegenüber dieser Zeitung. Der Check in Bayern habe nichts mit der Flugunfalluntersuchung zu tun. Das Gerät sei längst wieder freigegeben.

Der Schwertransport kann wegen zahlreicher Baustellen nicht die kürzeste Route nehmen. Daher führt der Weg aus dem Kreis Düren über Magdeburg und Berlin nach Bayern.