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NRW-Stiftung künftig wieder mit Westfalen

14.09.2012 | 18:23 Uhr
NRW-Stiftung künftig wieder mit Westfalen
Die NRW-Stiftung hat auch die Sanierung der Außenanlagen am Schloss Hohenlimburg unterstützt.Foto: Hans Blossey

Düsseldorf.   NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft räumt Fehler bei der Besetzung des Vorstands der NRW-Stiftung ein. Eine Satzungsänderung soll künftig einen „westfalenfreien“ Vorstand verhindern. Protest hat Erfolg.

NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) zieht Konsequenzen aus der Protestwelle gegen die „westfalenfreien Besetzung“ des Vorstands der NRW-Stiftung (unsere Zeitung berichtete). Im Landtag kündigte Hannelore Kraft gestern eine Änderung der Stiftungssatzung an, um sicherzustellen, dass künftig auch wieder Westfalen im fünfköpfigen Vorstand der Stiftung sitzen.

Die mächtige Nordrhein-Westfalen-Stiftung für Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege hat seit 1986 rund 2500 gemeinnützige Projekte mit 230 Millionen Euro aus West-Lotto-Gewinnen gefördert. Im neuen Vorstand sind neben Ex-Landeswirtschaftsminister Harry K.Voigtsberger (SPD) vier weitere Rheinländer vertreten. Für CDU-Fraktionschef Karl-Josef Laumann schlug es „dem Fass den Boden aus“, dass im Vorstand der Heimat- und Kulturstiftung kein Westfale sitzt.

Fördermittel ausgeglichen verteilen

In einer Aktuellen Stunde des Landtags ging die Rheinländerin Kraft auf die Westfalen zu. „Ich habe kein Interesse, dass die Arbeit der Stiftung durch diese Diskussionen überlagert wird.“ Regionale Identitäten seien Teil des Landes, bestätigte Kraft. Zuvor hatte Laumann über die erhebliche Empörung in den westfälischen Heimatverbänden über die Entscheidung berichtet. Der Münsterländer drängte darauf, dass bei künftigen Neubesetzungen im Vorstand für einen gerechten Proporz gesorgt werden müsse. Dass mit Voigtsberger ein Ex-Politiker zum Vorsitzenden ernannt wurde, der seinen Wohnsitz in Belgien hat, war in den westfälischen Heimatverbänden mit großer Verwunderung aufgenommen worden.

NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) kritisierte allerdings das „kleine Karo“ der Debatte. Bisher seien 51 Prozent der Stiftungsmittel nach Westfalen geflossen. In einem neuen Schreiben an die Ministerpräsidentin hatte die Westfalen-Initiative die Zusicherung begrüßt, dass die Verteilung der Fördergelder auch künftig in einem ausgeglichenem Verhältnis erfolgen soll. Gleichwohl sei es schwer vorstellbar, dass „unter den acht Millionen Westfalen keine Persönlichkeit mit geeigneter Qualifikation“ zu finden gewesen sein sollte, bedauerte der Vorsitzende der Westfalen-Initiative, Karl-Heinz Sümmermann.

In der Debatte warnte der südwestfälische CDU-Bezirkschef Klaus Kaiser die SPD vor „Machtarroganz“. Bei den Neuberufungen sei die „rot-grüne Farbenlehre durchgesetzt worden“. Kraft hielt dem entgegen, dass die Vorstandswahl im Stiftungsrat einstimmig verlaufen sei und auch alle CDU-Vertreter mitgestimmt hätten. Zudem seien mit Eckhard Uhlenberg und Wolfram Kuschke zwei Westfalen neu in den Stiftungsrat aufgenommen worden.

Wilfried Goebels

Kommentare
15.09.2012
18:56
NRW-Stiftung künftig wieder mit Westfalen
von Broncezeit | #3

Zwei Fliegen mit einer Klappe. Westfalen beruhigt und eigene Leut untergebracht.

Wie war noch mal das Nebelgezeter?

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NRW-Stiftung künftig wieder mit Westfalen
NRW-Stiftung künftig wieder mit Westfalen
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2012-09-14 18:23
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