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Metallarbeitgeber in NRW rechnen mit einem schnellen Tarifabschluss

09.02.2012 | 18:49 Uhr
Metallarbeitgeber in NRW rechnen mit einem schnellen Tarifabschluss

Iserlohn.   Die Metallarbeitgeber in Nordrhein-Westfalen zeigen sich zuversichtlich, in den Tarifverhandlungen dieses Frühjahrs zu einem schnellen Abschluss zu kommen. So klingt es durchauf dem Unternehmertag der privaten Hochschule BiTS in Iserlohn.

„Es kommt vielleicht zu ein paar Streiktagen, aber es wird einen neuen Tarifvertrag geben - wir werden das Ding schon schaukeln“, sagte Landesarbeitgeberchef Horst-Werner Maier-Hunke .

Maier-Hunke, auch Präsident der Metallarbeitgeber NRW und Inhaber des Iserlohner Büroartikelherstellers Durable, räumte ein, angesichts der 6,5-Prozent-Lohnforderung der IG Metall in Verbindung mit der unbefristeten Übernahme aller Auszubildenden und der Mitbestimmung bei Leiharbeit sei die Position der Arbeitgeber schwierig - „das trifft uns“. Am Ende werde es jedoch einen Kompromiss geben.

Der Arbeitgeberpräsident rief die mittelständisch geprägten Unternehmen der Region dazu auf, Spitzensport und Kultur zu fördern. Dies sei vor dem Hintergrund des notwendigen Werbens um Fachkräfte gut für das Image. Die private Hochschule lobte er für ihre Verbundenheit mit der Region. „Die regionale Verankerung hat BiTS in die Erfolgsspur gebracht“. An die Unternehmen appellierte er, mit der Hochschule „neue Kooperationen zu schmieden.“

Als Beispiel dafür gilt die Zusammenarbeit des mittelständischen Logistik-Unternehmens Night Star Express (600 Mitarbeiter) mit dem Fachbereich Green Business Management der BiTS. Night Star Express ist darauf spezialisiert, Güter über Nacht bis morgens acht Uhr auch bei Abwesenheit des Empfängers zuzustellen - in sogenannten Depots, für die es die Schlüssel besitzt, wie Geschäftsführer Matthias Hohmann erläuterte.

Aufgabe war es, neben qualitativen auch verstärkt ökologische Aspekte zu verbessern. Gemeinsam mit Prof. Thomas Meuser von der BiTS erfasste Night Star Express die gesamten CO2-Emissionen seiner Fahrzeugflotte und kam für 2010 auf stolze 18 620 Tonnen - bei gut 74 000 Tonnen an transportierten Waren.

Zum Vergleich: Alle Iserlohner Bürger brauchen eine Woche, um 18 620 Tonnen CO2 zu emittieren. Prof. Meusers Rat: Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Firmengebäudes. Gesagt - getan. Einsparung: 80 Tonnen CO2 im Jahr.

Stefan Pohl

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