Menschen im Sauerland arbeiten meist an ihrem Wohnort
22.02.2012 | 16:54 Uhr 2012-02-22T16:54:00+0100
Hagen.Jeder zweite der 8,3 Millionen Berufstätigen in NRW arbeitet nicht in dem Ort, in dem er wohnt. Das hat das statistische Landesamt für das Jahr 2010 errechnet.
Pendlerhochburg ist Holzwickede im Kreis Unna. Über 80 Prozent der dort Beschäftigten reisen aus dem Umland an. Im Sauerland dagegen wohnen die meisten Menschen in der Stadt, in der sie arbeiten: Marsberg ist die Kommune mit den wenigsten Einpendlern.
Nur jeder vierte Beschäftigte kommt aus einer anderen Stadt. Schmallenberg und Sundern liegen nur knapp darüber. Mit 37,1 Prozent hat Marsberg aber auch eine sehr geringe Auspendlerquote. Auch Hagen (34,4 Prozent), Schmallenberg (33 Prozent) und Arnsberg (30,1 Prozent) gehören zu den Städten mit den wenigsten auswärts Arbeitenden, Welver liegt mit einer Quote von 80,2 Prozent weit vorn.
Generell gehen die Pendlerströme vom Land in die Großstädte. Allein über eine halbe Million Erwerbstätige pendeln täglich nach Köln (290.000) und Düsseldorf (281.000).
Im Vergleich zu 2002 ist die Pendler-Zahl landesweit um knapp 300.000 gestiegen. Zwischen 1987 und 2002 wuchs die Zahl um 76 Prozent. Der Durchschnitts-Beschäftigte legt 22,7 Kilometer zurück.
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