Mehr als 50 Opfer aus NRW

Dortmund..  Die Zahl der deutschen Opfer ist mit 72 höher als am Unglückstag angenommen. Mehr als 50 der 150 Opfer kommen aus NRW, nur nach und nach werden ihre Geschichten bekannt.

Drei Opfer stammen aus Dortmund: Maik K. war als Flugbegleiter eingesetzt und stand kurz vor dem Abschluss seiner Ausbildung zum Verkehrspiloten. Das bestätigte das Mallinckrodt-Gymnasium, wo er 2010 sein Abitur ablegte.

Das Ehepaar Sabine und Manfred J. saß bis 2014 für die Grünen in der Bezirksvertretung von Dortmund-Mengede, er als stellvertretender Bezirksbürgermeister. Manfred J. war auch freier Künstler und arbeitete als Dozent an der Fachhochschule im Objekt- und Raumdesign.

Der Pilot selbst stammt aus Düsseldorf-Gerresheim. Insgesamt beklagt die Stadt wahrscheinlich zehn Opfer. Neben Ensemble-Mitgliedern der Oper (siehe Bericht auf dieser Seite), auch eine Mitarbeiterin der Arbeiterwohlfahrt und eine Angestellte des Henkel-Konzerns.

Auch bei ThyssenKrupp trauert man um einen Mitarbeiter. Ebenso bei Bayer in Leverkusen. Zwei Mitarbeiter von Kao Chemicals aus Emmerich sind gestorben, ebenso ein Ehepaar aus Neuss.

In Meerbusch hinterlässt ein Ehepaar ein Mädchen im Grundschulalter und einen Jungen an einer Gesamtschule. Fünf Todesopfer sollen aus Porta Westfalica kommen.

Eine 38-jährige Dinslakenerin begleitete ihren Vater (66). Der Anlass war sein Geburtstag am 21. März.

Jürgen und Claudia D. aus Mülheim – „ein Paar im besten Alter“, ­sagen Freunde – hatten ein langes Wochenende in Barcelona verbracht. Auch eine junge türkische Frau aus Styrum war auf dem Flug.

Ein marokkanisches Ehepaar aus Duisburg-Hochfeld ist ebenfalls tot; ob es sich um das Paar handelt, das laut der französischen Zeitung „Le Figaro“ erst vor drei Tagen geheiratet hatte, ist nicht bestätigt.

Weitere deutsche Opfer stammen aus Rheinland-Pfalz (4), Niedersachsen (2).