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Maren Hammerschmidt meldet sich in Ruhpolding eindrucksvoll zurück

17.01.2016 | 18:50 Uhr
Maren Hammerschmidt meldet sich in Ruhpolding eindrucksvoll zurück
Das deutsche Quartett: (von links) Karolin Horchler, Laura Dahlmeier, Miriam Gössner und Maren Hammerschmidt.

Ruhpolding/Winterberg.   Biathletin Maren Hammerschmidt vom SK Winterberg sorgte beim Weltcup in Ruhpolding nicht nur durch eine grandiose Aufholjagd für den zweiten Platz der deutschen Damen-Staffel. Die Sauerländerin überzeugte auch im Massenstart.

Eine Szene mit Konfliktpotenzial. Eine Szene, die in der tief verschneiten ChiemgauArena für eine Seltenheit sorgte: gellende Pfiffe gegen die Gewinnerin! Indem sie der heranstürmenden Laura Dahlmeier im Zielkanal den Weg abschnitt, rettete Olena Pidruschna der Ukraine den Staffel-Sieg beim Weltcup in Ruhpolding. Dem deutschen Quartett blieb deshalb „nur“ Rang zwei.

Dass dieser nach Franziska Hildebrands zweitem und Dahlmeiers drittem Platz im Massenstart der Damen sowie dem lang ersehnten Sieg des diesmal nervenstarken Erik Lesser im Massenstart der Herren dennoch der „goldene“ Höhepunkt des Heim-Weltcups war, dafür sorgte Maren Hammerschmidt. Auf Platz elf liegend hatte Miriam Gössner die Athletin des SK Winterberg in den Wettkampf geschickt – zwei Schießen und sechs Kilometer später übergab Hammerschmidt als Zweitplatzierte an Dahlmeier.

„Die Aktion von Pidruschna war völlig regelkonform“, sagte die 26-jährige Sauerländerin später, „wir sind echt glücklich über den zweiten Platz.“

Und sie besonders.

Schließlich war Maren Hammerschmidt nach ihrer starken ersten Saisonhälfte auf Grund einer Erkältung während der Weihnachtspause in ein kleines (Ergebnis-)Loch gefallen. „Ich wollte es an diesem Wochenende einfach nur besser machen“, erzählte sie gestern im Gespräch mit dieser Zeitung.

Während die gebürtige Ottlarerin Karolin Horchler auf Platz fünf liegend an Gössner übergab, patzte diese am Schießstand mehrfach, fiel auf Rang elf zurück – und konnte nach dem Wechsel auf Hammerschmidt ihre Tränen der Enttäuschung nicht verbergen. „Natürlich wünscht man sich eine bessere Ausgangslage, aber Platz elf hat auch den Druck etwas herausgenommen“, sagte Hammerschmidt. Sie stürmte durch das Starterfeld, sie handelte nach Problemen am Schießstand – sie brachte die Staffel wieder zurück in den Kampf um den Sieg.

„Nach den zwei Fehlern im Liegendschießen ging mir etwas die Düse“, gestand Hammerschmidt, „aber der Schießstand hier ist nunmal etwas speziell und stehend hat es dann besser funktioniert.“ In der Weltspitze hatte sie sich bereits am Samstag zurückgemeldet – mit Platz fünf im Massenstart. Dabei lag sie sogar auf Kurs Rang vier, stürzte aber kurz vor dem Ziel in den Schnee und musste die Norwegerin Tiril Eckhoff passieren lassen. „Danke an das geniale Publikum, den Kniefall gab es heute schon vor der Ziellinie“, sagte die Sauerländerin lachend über die für sie zweite entscheidende Szene eines starken Heim-Wochenendes, welches für sie ein großer Schritt in Richtung WM(-Staffel) im März in Oslo war.

Falk Blesken

Kommentare
17.01.2016
21:29
Maren Hammerschmidt meldet sich in Ruhpolding eindrucksvoll zurück
von wanderfalke2001 | #1

wenn man jetzt noch die superschützin gössner aussortieren würde. die muß ja eine Lobby haben. oder reicht der lange arm des neureuther Clans soweit?...
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11471896
Maren Hammerschmidt meldet sich in Ruhpolding eindrucksvoll zurück
Maren Hammerschmidt meldet sich in Ruhpolding eindrucksvoll zurück
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2016-01-17 18:50
Sauer und Siegerland