LED-Technik lässt Hella leuchten

Der Vorsitzende der Hella-Geschäftsführung, Dr. Rolf Breidenbach.
Der Vorsitzende der Hella-Geschäftsführung, Dr. Rolf Breidenbach.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Automotive-Geschäft beschert dem Unternehmen ein glänzendes erstes Halbjahr des Geschäftsjahres. Auch Fahrassistenzsysteme erfolgreich.

Lippstadt.. Das Kerngeschäft Autozulieferung hat dem Lippstädter Automotive-Spezialisten Hella nach dem Börsengang im November ein überaus erfolgreiches Halbjahresergebnis 2014/15 (Stichtag 30. November) beschert. Vor allem Neuanläufe bei LED-Produkten im Lichtbereich, aber auch Fahrassistenz- und Energiemanagement-Systeme aus dem Hause Hella konnten sich am Markt behaupten.

Rolf Breidenbach, Vorsitzender der Geschäftsführung, zeigte sich bei der Vorlage der Halbjahreszahlen „sehr zufrieden, dass wir um sechs Prozent auf 2,83 Milliarden Euro Umsatz wachsen konnten“ - und damit deutlich stärker als im Durchschnitt des weltweiten Marktes. Das operative Ergebnis stieg um 29 Prozent auf 221 Millionen Euro. Breidenbach führte das Wachstum darauf zurück, dass sich „unsere Hauptmärkte China und Europa gut entwickelt haben“ - in Deutschland ist Hella vor allem im Premium-Segment der Hersteller vertreten. Allein der Bereich Automotive wuchs um acht Prozent.

Familienunternehmen Die anderen Hella-Sparten wie das Handelsgeschäft mit Ersatz und Zubehör mit einem Umsatzminus von drei Prozent auf 578 Millionen Euro sowie Ausrüstung für Sonderfahrzeuge für Land- und Forstwirtschaft, Polizei oder Feuerwehr (minus 11 Prozent auf 152 Millionen Euro) mussten dagegen Federn lassen. Breidenbach führte dies vor allem auf die schwache Nachfrage infolge der Russland- und Ukraine-Krise zurück.

Sieben Prozent mehr

Weltweit arbeiteten Ende November 31 800 Menschen für das Unternehmen - sieben Prozent mehr als im Vorjahr. Davon werden aber weniger als bisher. am Stammsitz Lippstadt beschäftigt sein. Das vor zwei Jahren aufgelegte Altersteilzeit- und Abfindungsprogramm, mit dem die Mitarbeiterzahl in Lippstadt um 800 reduziert werden soll, greift, berichtet Personalchef Richter. Am Stammsitz sind 5200 Arbeitnehmer beschäftigt, ihre Zahl dürfte sich auf knapp unter 5000 einpendeln. Eine Zielgröße sei nicht vorgegeben, im Zuge des Börsengangs sei es in Lippstadt zu einem leichten Personalaufbau gekommen, so Richter. Der Börsengang hat Hella 272 Millionen Euro eingebracht - die Finanzverbindlichkeiten wurden dadurch um 168 Millionen Euro reduziert.