Lästiges Grün zerstört heimische Flora

Siegen..  Japanischer Knöterich, Riesen-Bärenklau, Drüsiges Springkraut oder Sommerflieder – was nach schönen Zierpflanzen klingt, ist im Kreis Siegen-Wittgenstein zu einer echten Plage geworden. Denn die aus fernen Ländern eingeschleppten Pflanzen gefährden die Artenvielfalt der heimischen Flora und besiedeln ganze Uferabschnitte an von Sieg, Lahn und Eder. Genau aus diesem Grund hat der Kreis nun eine Broschüre über invasive Pflanzen herausgegeben, die sich vor allem an Bauunternehmen und Landschaftsgärtner richtet.

Dass die Pflanzen sich auf natürlichem Wege weiter ausbreiten, kann der Kreis nicht verhindern. Damit allerdings nicht auch noch durch Bodenarbeiten Samenmaterial von A nach B verschleppt wird und die Pflanzen somit Einzug in bisher unbelastete Gebiete erhalten, greift der Kreis nun zu dieser Maßnahme.

„Wir haben seit vielen Jahren auf die Problematik hingewiesen, was allerdings nicht zu hundertprozentigem Erfolg führte. Nun wollen wir die Kommunen und Betriebe kontinuierlich dafür sensibilisieren“, sagt Heinz Meyer von der Landschaftsbehörde des Kreises.

Kommt es nämlich zu solch einer Verschleppung, hat die bauausführende Firma dafür Sorge zu tragen, dass die Pflanze dort wieder verschwindet. Und das ist mit sehr großem Aufwand und vor allem Kosten verbunden, wie Meyer weiß: „Ein Befall kann dazu führen, dass das gesamte Bodenmaterial für lange Zeit abgedeckt oder sogar ausgetauscht werden muss. Solche Maßnahmen können dann auch enorme Kosten nach sich ziehen.“