Jugendlichen nicht den Zugang zum Alkohol erleichtern

Soest..  Unter Schirmherrschaft von Landrätin Eva Irrgang hat der Kreis Soest die Gesundheits- und Jugendschutzkampagne „Tanzen ist schöner als Torkeln …“ gestartet. Suchtprophylaxefachkraft Kornelia Witt über die kreisweite Aktion.

1 Wer beteiligt sich an der Kampagne?

Der Kreis Soest, die Ordnungsämter der 14 Städte und Gemeinden, die Regionalverkehr Ruhr-Lippe GmbH (RLG) und der Einzelhandelsverband Südwestfalen. In der heißen Phase der diesjährigen Karnevals-Session soll ein Kontrapunkt gesetzt werden.

2 In welcher Hinsicht setzen Sie einen Kontrapunkt?

Angesichts des zunehmenden Alkoholkonsums bei Kindern und Jugendlichen werden Aufklärung und Information immer wichtiger. Deshalb haben die Ordnungsämter die örtlichen Alkoholverkaufsstellen angeschrieben. Darin wurde die Verantwortung zum Jugendschutz thematisiert. Es ist klar, dass die Versuchungen, Alkohol zu konsumieren, gerade in der fröhlichen und ausgelassenen Karnevalszeit groß sind. Und doch: Kindern und Jugendlichen darf in der närrischen Zeit nicht der Zugang zum Alkohol erleichtert werden.

3 Inwiefern ist Alkoholkonsum in jungen Jahren gefährlich?

Untersuchungen des Zentralinstituts für seelische Gesundheit in Mannheim belegen, dass der Alkoholkonsum in der Pubertät das Risiko von Alkoholabhängigkeit erhöht. Entscheidend ist hier, dass sich das Gehirn der Jugendlichen gerade in der empfindlichen Reifungsphase befindet. Gerade im Jugendalter entwickeln und stabilisieren sich Konsumgewohnheiten, die zu einer frühen Suchtentstehung bei Jugendlichen führen können.

Mit Kornelia Witt sprach
Rolf Hansmann