Jäger stören Auftakt zum großen Stechen

Werne/Hagen..  Einen feierlichen ­Auftakt zur Eröffnung der Spargelsaison in NRW gab es dieses Jahr nicht: Die Veranstaltung des Spargelverbandes mit Landesumweltminister Remmel (Grüne) gestern wurde kurzfristig abgesagt. Grund waren angekündigte Proteste von Jägern gegen das von Remmel geplante Landesjagdgesetz an Rande der Veranstaltung.

„Ein bedauernswerter Schritt“

Aus Sicherheitsgründen sagte der Verein Spargelstraße NRW den Termin ab. „Außerdem wollen wir uns nicht für die Zwecke anderer ­Organisationen benutzen lassen“, erklärte Vereins-Sprecherin Gaby Wiefel. Remmel sagte laut einer ­Mitteilung seines Ministeriums: „Dieser Schritt ist bedauernswert, aber konsequent. Ich kann ­nachvollziehen, dass sich die Spargelbetriebe in NRW nicht instrumentalisieren lassen wollen.“ Als Reaktion auf die Absage lud der ­Minister die NRW-Spargelkönigin Helene I. (Schmitz), eine Jura-Studentin, und die betroffenen landwirtschaftlichen Verbände nach Düsseldorf ein.

Hofbesitzer erlaubt Demonstration

Der Landesjagdverband urteilte gestern: „Remmel hat Spargelkönigin Helene I. heute bei schönstem Frühlingswetter im Regen stehen lassen, weil er kalte Füße bekommt wegen des immer stärkeren Protests gegen seine Politik.“

Rund 300 Jäger mit Hunden versammelten sich gestern dennoch vor den Toren des Spargelhofs in Werne (Kreis Unna), wo die Saisoneröffnung geplant war. Hofbesitzer Johannes Laurenz hatte die Demonstration abgesegnet. Er sei sich aber des Ausmaßes nicht bewusst ­gewesen.