Jäger schießen weiter gegen neues Gesetz

Schmallenberg..  Gestärkt und ermutigt durch den breiten Rückhalt der Jägerschaft sieht sich der Vorstand des Landesjagdverbandes NRW durch den Landesjägertag am Samstag in Schmallenberg. „Wir haben für unser Vorgehen gegen das neue Landesjagdgesetz die klare Zustimmung unserer Mitglieder erhalten“, erklärte Ralph Müller-Schallenberg, Präsident des Verbandes, gestern gegenüber unserer Zeitung. Man werde jetzt durch ein professorales Gutachten klären lassen, ob und wo eine Klage gegen die seit Donnerstag gültigen Einschränkungen bei der Jagd erfolgversprechend sei. „Wir haben schon Signale einer Fraktion aus dem Düsseldorfer Landtag, die auch an dem Gutachten interessiert ist und gegebenenfalls selbst klagen will“, sagte Müller-Schallenberg. Auch die Voraussetzungen für eine Volksinitiative, die einer erneute Behandlung im Landtag zur Folge habe, würden geprüft.

Die Botschaft des Landesjägertages an Umweltminister Remmel und die rot-grüne Landesregierung sei: „Wir sind noch nicht fertig.“ Die Jäger wollen verstärkt an die Öffentlichkeit gehen und auch im Rahmen des bald stattfindenden Landtagswahlkampfs die Behandlung des ländlichen Raums ansprechen. „Wir werden die Thematik am Kochen halten“, versprach der Leverkusener Rechtsanwalt: „Land und Leute werden diese Aktion nicht vergessen.“