Jäger benötigen 66 000 Stimmen

Düsseldorf..  Die Jäger in NRW wollen das umstrittene Landesjagdgesetz über eine Verfassungsklage und eine Volksinitiative wieder kippen. Der Präsident des Landesjagdverbandes, Ralph Müller-Schallenberg, kündigte an, den Druck auf die rot-grüne Landesregierung juristisch und politisch zu erhöhen. Auch im NRW-Landtagswahlkampf 2017 will der Jagdverband klarmachen, „wer für und gegen Land und Leute eintritt“.

Bis zum Sommer prüft der Landesjagdverband mit einem Gutachter, wo Jäger und Grundeigentümer die besten Aussichten für eine Verfassungsklage sehen. Jagd-Präsident Müller-Schallenberg nahm vor allem den grünen Umweltminister Johannes Remmel und dessen politische Spitze ins Visier. Das Tischtuch zwischen dem Jagdverband und dem „Vollideologen“ Remmel sei zerschnitten. Ein Sprecher des Ministeriums bedauerte, dass die Jäger den Dialog verweigerten. Für eine Volksinitiative benötigen die NRW-Jäger 66 000 Unterschriften, damit sich der Landtag noch einmal mit dem Jagdgesetz befasst. Das Parlament muss der Forderung der Jäger allerdings auch dann nicht folgen.