Iserlohn Roosters vergeben erste Play-off-Chance

Trainer Jari Pasanen (hier beim Training) war nach der Partie in Straubing enttäuscht.
Trainer Jari Pasanen (hier beim Training) war nach der Partie in Straubing enttäuscht.
Foto: IKZ
Sie werden doch nicht Nervenflattern bekommen? Die Iserlohn Roosters verloren in der DEL mit 1:4 beim Tabellenvorletzten Straubing Tigers und verpassten die erste Gelegenheit, sich vorzeitig für die Pre-Play-offs zu qualifizieren.

Straubing..  Das eine oder andere Getränk hätten sich die Iserlohn Roosters auf der langen Rückfahrt gönnen können. Ein Sieg beim Tabellenvorletzten Straubing Tigers - und die Sauerländer wären bereits fünf Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde in der Deutschen Eishockey Liga für die Pre-Play-offs qualifiziert gewesen. Doch es gab lediglich Selters statt Sekt, denn nach einer teils schwachen Leistung verloren die Roosters mit 1:4. Damit bleibt der Kampf um die Play-offs spannend. Am Dienstagabend wartet mit dem Auswärtsspiel in Düsseldorf zudem eine brisante Partie, in der es gegen den direkten Konkurrenten darum geht, Platz fünf zurück zu erobern.

Doch daran wollte Roosters-Trainer Jari Pasanen nach der Schlusssirene in Straubing gar nicht denken. Wieder hatte sich seine Mannschaft gegen eines der Teams vom Tabellenende blamiert. „Ich war in dieser Saison selten enttäuscht“, erklärte Pasanen also, „aber heute bin ich es.“ Und dann redete er sich in Rage: „Ich kann nicht verstehen, wie wir im ersten Drittel aufgetreten sind. Unser Überzahl- und Unterzahlspiel hat an Peinlichkeit gekratzt, wir haben Zirkuspässe gespielt, eineinhalb Meter hoch. Das war ein Zeichen, dass das Team nicht bereit war. Auch im zweiten Drittel sind wir schwer in die Gänge gekommen. Erst als auf drei Reihen umgestellt war, lief es besser. Aber nach dem 0:3 gab es kein Zurückkommen mehr gegen eine starke Straubinger Mannschaft.“

Harrison Reed (19. Minute), Sacha Treille (20.) und Laurent Meunier (25.) hatten die Gastgeber in Führung geschossen, ehe Mike York der Anschlusstreffer für die Roosters gelang (36.). Doch zu mehr reichte es nicht. Als Pasanen in den Schlussminuten Torwart Mathias Lange vom Eis nahm und einen weiteren Spieler brachte, nutzte Karl Stewart die Chance, mit dem 4:1 das Endergebnis herzustellen (59.).

Was den Iserlohner Trainer besonders ärgerte, waren „zu viele dumme Strafzeiten“ in der Offensive. „So darfst du nicht agieren“, sagte er, „das war nicht clever von uns.“ Zumal seine Vorgabe, mit aller Macht einen frühen Gegentreffer zu vermeiden, dadurch schnell erschwert wurde. „Wir wussten ja, dass Straubing defensiv sehr stark ist. Die haben letztens auch München deutlich geschlagen“, erklärte Pasanen.

Immerhin gab es gestern keine neuen Verletzungen zu beklagen. Marko Friedrich musste angeschlagen pausieren und Cody Sylvester wurde leicht geschont. „Das sind auch unsere Problemfälle vor der Partie in Düsseldorf.“

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