Hauseigentümer schießt Einbrecher in Kopf - 18-Jähriger tot

Nach dem Schuss in der Nacht zum Dienstag hat die Staatsanwaltschaft Hagen die Ermittlungen aufgenommen.
Nach dem Schuss in der Nacht zum Dienstag hat die Staatsanwaltschaft Hagen die Ermittlungen aufgenommen.
Foto: Rene Ruprecht/Archiv
  • 63-Jähriger überraschte Einbrecher, der bei ihm eingestiegen war
  • Hauseigentümer schoss mit Revolver auf den 18-Jährigen, der wenig später starb
  • Mann ist Jäger und durfte Waffen besitzen

Neuenrade-Affeln. Ein 63-jähriger Hauseigentümer hat in der Nacht zum Dienstag in Neuenrade-Affeln einem Einbrecher in den Kopf geschossen. Ärzte in einem Hagener Krankenhaus konnten das Leben des 18-jährigen Albaners nicht mehr retten. Um 15.20 Uhr bestätigte die Hagener Staatsanwältin Beatriz Föhring: "Wir haben soeben die Mitteilung bekommen, dass er verstorben ist."

Nach Polizeiangaben überraschte der Mann den 18-Jährigen gegen 2.20 Uhr in seinem Haus, in einem Raum neben seinem Schlafzimmer. Der Einbrecher sei über eine Leiter ins Obergeschoss des Hauses eingebrochen, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Mit Revolver in den Kopf geschossen

Der Hausbesitzer hätte sich bedroht gefühlt und mit einem Revolver geschossen, weil der Einbrecher ein Messer in der Hand gehalten hätte, zitierte eine Ermittlerin den Hausbesitzer. Die Kugel traf den Kopf des Einbrechers.

Der 63-Jährige ist laut Polizei Jäger und berechtigt, eine Schusswaffe zu besitzen.

18-Jähriger war in Herford gemeldet

Der 18-Jährige war in einer Unterbringungseinrichtung in Herford gemeldet, soll sich laut Staatsanwaltschaft aber auch in Dortmund aufgehalten haben. 2015 sei er als minderjähriger Flüchtling eingereist.

Die Polizei ermittelt nun gegen den Hausbesitzer wegen eines versuchten Tötungsdeliktes. Bisher gebe es aber keinerlei Anlass an der Notwehr-Behauptung des 63-Jährigen zu zweifeln, hieß es. (we/dpa)

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