Haken von HSI - Mehr als ein Gebrauchsgegenstand

Firmengebäude der HSI Herrmann Schwerter Iserlohn.
Firmengebäude der HSI Herrmann Schwerter Iserlohn.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Die HSI-Gruppe (Hermann Schwerter Iserlohn) produziert auch handgefertigte Garderobenhaken. Ein Haken gilt als „Garderobe des kleinen Mannes“.

Iserlohn.. Die Sache hat einen Haken. Im wahrsten Sinne des Wortes und nicht im übertragenen Sinne: Hermann Schwerter Iserlohn, ein inhabergeführtes, mittelständisches Unternehmen, vertreibt den „Iserlohner Haken“ und unterstreicht damit, dass ein klassischer Wand­haken mehr sein kann als ein bloßes Bauteil zum Anbringen von Lasten.

Familienunternehmen in der dritten Generation „Ein Haken ist wie ein Kunstwerk“, sagt Jürgen Schwerter, der das sauerländische Traditionsunternehmen für Befestigungs- und Beschlagtechnik (gegründet 1905) im Jahr 1979 von seinem ­Vater Hermann Junior über­nommen hat.

Mehr als ein Gebrauchsgegenstand

Und auch mehr als ein Gebrauchsgegenstand, mehr als „die Garderobe des kleinen Mannes“. „Ein Haken soll gar nicht ständig benutzt werden, ­sondern als Gestaltungselement ein Statement setzen“, findet er. Wiewohl der Chef schon eine ­besondere Beziehung zu Gar­derobenhaken hat. Niemals, so heißt es, geht er ohne Hut aus dem Haus.

Echte Handarbeit Die Hermann Schwerter Metallwarenfabrik ist das letzte große Unternehmen in Deutschland, das noch Garderobenhaken herstellt. Der „Iserlohner Haken“ wiederum ist nach Ansicht des Inhabers eine zeitgemäße Neuinterpretation. Man könnte hinzufügen: Eigen­willigkeit findet hier Bahnen. Zehn namhafte Designer und Archi­tekten - unter anderem aus ­London, Berlin und Münster - konnten dafür gewonnen werden, dem „Kunstwerk“ eine ganz ­persönliche Note zu geben.

Vieles ist noch handge­ar­beitet

Sämtliche Haken werden in der Iserlohner Metallwarenfabrik oder mit Partnern aus der Umgebung wie beispielsweise Gießereien ­hergestellt. Zur Produktpalette der Gruppe zählen auch Garderoben und Beschläge aus Messing und Aluminium, Kleineisenwaren, Schrauben, Nägel, Möbelbe­schläge, Seile/Ketten sowie ­Grobbeschläge/Holzverbinder. Vieles davon ist noch handge­ar­beitet.

Manufaktur Die in dem sauerländischen ­Familienunternehmen produ­zierten Garderoben beispielsweise bestehen aus Messing- oder Aluminium-Rohr, das nach Unter­nehmensangaben in aufwändiger Handarbeit bearbeitet und ober­flächenbehandelt wird. Die ­Messingoberflächen würden ­geschliffen, poliert und klar lackiert, um sie dauerhaft zu schützen.

„So gut wie einzigartig“

Produkte aus der HSI-Gruppe (Hermann Schwerter Iserlohn) werden auch beim bekannten ­Einzelhandelsunternehmen Manufactum vertrieben. Eine ­Wirtshausgarderobe aus Alu­minium etwa („eine Legende“), ein 1,90 Meter hohes „Sauerländisches Kronjuwel“ mit einem drehbaren 36-Ender an der Spitze.

Oder eine Flurgarderobe aus Messing. HSI sei als Unternehmen mit eigener Produktion an Garderoben und Beschlägen „so gut wie einzigartig“, lobt Manufactum auf seiner Internetseite auch die Werkstatt, „die einen fast musealen Charakter hat“. In Iserlohn, der Stadt, die zur Hochzeit dortiger Metallverarbeitung als das deutsche Manchester gegolten habe.