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Kunstsommer

Großartige Kunstsommer-Bilanz - 13.000 Stunden Kreativität

19.08.2012 | 17:24 Uhr
Großartige Kunstsommer-Bilanz - 13.000 Stunden Kreativität
Auch die Kleinen waren beim Arnsberger Kunstsommer aktiv.Foto: Ted Jones

Arnsberg.   Viele Impulse, experimentelle Projekte, begeisterte Besucher: Das Konzept des Arnsberger Kunstsommers ist aufgegangen. 600 Anmeldungen zu den Workshops zählten die Organisatoren - und rechnen das begeistert in 13.000 Stunden Kreativität um. Im nächsten Jahr soll es einige Überraschungen geben.

Die Besucherzahlen sind großartig, das Wetter hat mitgespielt, die Teilnehmer freuen sich schon auf das nächste Jahr: Peter Kleine, Leiter des Arnsberger Kulturbüros, zieht eine außerordentlich positive Bilanz zum Abschluss des Kunstsommers Arnsberg.

„Wir haben über 600 Anmeldungen zu den Workshops. Dahinter stehen 13 000 Stunden Kreativität. Diese Zahl fasziniert mich. Es ist beeindruckend, wieviel Engagement Menschen mitbringen, um selbst kreativ tätig sein zu können“, bilanziert Kleine.

Workshops als Rückgrat des Kunstsommers

Die Workshops in den Bereichen Musik, Bildende Kunst, Theater und Zirkus werden daher auch künftig das Rückgrat des Kunstsommers bilden - und vielleicht sogar um einige Impulse bereichert werden. „Eine ganze Reihe der Musiker-Dozenten sind offen geworden für kleine Cross-Over-Projekte, da bin ich gespannt, ob das nicht eine schöne Saat ist, die im nächsten Jahr einige Überraschungen ermöglicht“, freut sich Kleine.

Die Mischung aus selber aktiv werden und der Begegnung mit durchaus experimentellen Ausstellungsprojekten, aus Bühnen-Festivalprogramm und Gesprächen hat sich bewährt. „Der Kunstsommer hat mich bestärkt: Man muss die Bandbreite aushalten können. Sehr konzeptionelle Kunst, verspielte Kunst wie die Papertoys und klassische Skulptur: Diese Spannung finden die Besucher gut“, resümiert Kleine.

Reinschnuppern in Ateliers

Der Kunstsommer will eine Plattform sein, und das Konzept ist aufgegangen. Neugierde und Dialogbereitschaft waren groß, die Besucher liebten es, in den offenen Ateliers reinzuschnuppern, sie haben die Vorträge etwa beim Salon Juchmann gerne wahrgenommen. „Jedes dieser Angebote hat sein Publikum gehabt“, sagt Kleine. Anfangs gab es kritische Töne, ob die Organisatoren nicht zuviel parallel anbieten würden, „Es gab eine große Vielfalt von gleichzeitigen Veranstaltungen, die aber alle ihre Zielgruppe gefunden haben“, so Kleine und ergänzt: „Es sollte in diesem Kunstsommer eine ganze Reihe von Experimenten geben, das hat funktioniert.“

Termin zum Ende der Sommerferien soll beibehalten werden

Für den Kunstsommer 2013 steht bereits fest, dass der Zeitpunkt in den letzten Tagen der Sommerferien beibehalten wird. Die Zusammenarbeit mit Musikern des Philharmonischen Orchesters Hagen soll nach Möglichkeit ausgeweitet werden. Die Papertoy-Künstler werden wiederkommen, und zwar für einen längeren Zeitraum. „Was wir beim nächsten Mal unbedingt anbieten müssen, sind Stadtführungen“, ergänzt Kleine. Denn die zahlreichen Gäste aus der ganzen Region haben es nicht zuletzt genossen, dass der Kunstsommer in der historischen Kulisse der Altstadt spielt.

Um den Plattform-Charakter des Festivals noch zu stärken, wird der Kunstsommer 2013 unter ein Thema gestellt, das viele Menschen im Sinne des Wortes bewegt: Mobilität. Das betrifft nicht nur die Künstler und die Besucher, die im ländlichen Raum sich ja ohnehin bewegen müssen, wenn sie ihre Interessen realisieren wollen. Es betrifft die großen ethischen Themen unserer Zeit, in der Heimat angesichts erzwungener beruflicher Flexibilität oft nur noch virtuell möglich ist. Und es betrifft ganz konkret Schnittstellen zum Freizeitsektor - die zahlreichen Radwanderer des Ruhrtalradwegs zum Beispiel sind ja gleichsam ein willkommenes Zufallspublikum für den Kunstsommer.

Getragen von den Bürgern

Zwei Projekte überdauern das eigentliche Festival: Der Lichtturm mit der Camera Obscura findet außerordentlich große Besucherresonanz. Und die Lichtinstallationen in der Ruhr, die mit Hilfe von Unternehmen vor Ort realisiert werden konnten, werden verlängert und sind noch bis Ende August zu sehen.

„Es gab noch nie zuvor derart viele Ideen und Anregungen aus der Bevölkerung“, resümiert Peter Kleine glücklich. „Die waren eine entscheidende Bereicherung für den Kunstsommer. Der Arnsberger Kunstsommer wird von den Bürgern getragen.“

Monika Willer



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