Freizeitparks fiebern dem Saisonstart entgegen

Der Freizeitpark Fort Fun in Bestwig Wasserfall erwacht langsam aus dem Winterschlaf.
Der Freizeitpark Fort Fun in Bestwig Wasserfall erwacht langsam aus dem Winterschlaf.
Foto: Ralf Rottmann
Was wir bereits wissen
Fort Fun, Safari- und Panoramapark haben die Winterpause genutzt und alles auf Vordermann gebracht. Nun stehen sie in den Startlöchern für die neue Saison.

Hagen.. Die Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude: „Wir ­freuen uns auf die Saison 2015!“ prangt auf der Internet-Startseite des Panoramaparks in Kirchhundem. Es ist eine Freude, die offenbar auf Gegenseitigkeit beruht: Auch die Kundschaft sehnt sich nach dem Start der Freizeitpark-Saison in Westfalen.

Der Tag müsste eigentlich mehr als 24 Stunden haben. Schließlich sind die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung mehr denn je unbegrenzt. Und doch scheint die Faszination einer eigentlich eher antiken Einrichtung wie eines Freizeitparks ungebrochen. Oder? „Selbstverständlich!“ Christine Schüttes Antwort kommt wie aus der Pistole der Fort-Fun-Legende Sheriff Fuzzy geschossen. „In Zeiten, in denen Familien immer seltener die Freizeit gemeinsam gestalten, können sie bei uns noch etwas zusammen erleben“, sagt die Sprecherin des Fort Fun Abenteuerlandes in Bestwig-Wasserfall.

Fort Fun Die Verantwortlichen des ­Freizeitparks im Hochsauerland haben nach eigenem Bekunden die Winterpause genutzt, um ihr ­Konzept noch mehr auf die ganze Familie auszurichten. So kehren für die ganz kleinen Gäste Tiere wie ­Biber und Lamas ins Fort Fun ­zurück, und das „FoXDome“ im neuen „FoXFort“ soll besonders Teenager und junge Erwachsene ­ansprechen. Bei der überdachten Attraktion in der ehemaligen ­Sauerland-Halle sind die Besucher Teil eines Videospiels mit 7D-Effekten.

Mehr Optionen an Regentagen

„Wir wollen den Indoor-Bereich FoX-Fort in den kommenden fünf Jahren weiter ausbauen“, sagt ­Christine Schütte. Ziel: den Park wetterunabhängiger zu machen, mehr Optionen an Regentagen zu haben.

Der neue Fort-Fun-Geschäfts­führer Andreas Sievering glaubt an die Zukunft des Abenteuerlandes. Mit neuen Impulsen will er die ­Attraktivität des Parks noch weiter steigern, gleichzeitig sich aber auf alte Stärken besinnen. Und das sind die bekannten Fahrgeschäfte, die Klassiker der Anlage. Das in die Jahre gekommene „Rio Grande“ wurde soeben generalüberholt.

85 Kilometer weiter fiebern auch die Macher des Zoo Safariparks Stukenbrock den Saisonstart ­entgegen. Die diesjährigen Neu­heiten in der Anlage, die auch gerne von Familien aus Südwestfalen ­angesteuert wird, sind bereits 33 Jahre alt - zwei afrikanische Ele­fantendamen namens Mausi und Baby. Ein Freizeitpark, findet Park-Sprecherin Susanna Stubbe, ist heutzutage einer der ganz wenigen Orte, in der sich die ganze Familie aufhalten kann. „Zumal das gemeinsame Familienerleben in diesen Zeiten schwieriger geworden ist.“

Ferienpark Der Safaripark ist eine Mischung aus einem Zoo und einem Rummelplatz. Susanna Stubbe glaubt an die Zukunft solcher Vergnügungsorte: „Freizeitparks werden sogar eine sehr große Zukunft haben, weil sie immer wichtiger werden als Themenwelten für eine kurze Auszeit vom Alltag.“

Alles auf Vordermann gebracht

Für eine solche Auszeit ist auch der Panaromapark in Kirchhundem prädestiniert. Die Saison im ­Wildpark Sauerland startet am 28. März. „Wir haben alles auf Vordermann gebracht“, sagt Birgit ­Beckmann. Wie gehabt warten auf die Besucher die Sommer­rodelbahn Fichtenflitzer, der ­Pano-Express und ein Sessellift. Schwerpunkt bleibt aber, insbesondere Kinder in dem Wildpark im Kreis Olpe zur ­Bewegung zu animieren: „zum Hüpfen, Rutschen, Rennen und Klettern“, so Birgit Beckmann.

Ohne Fahrgeschäfte kommen seit 58 Jahren die Karl-May-Festspiele in Lennestadt-Elspe aus. In dieser Spielzeit (20. Juni bis 6. September) steht auf Europas größter Frei­lichtbühne „Der Schatz im Silbersee“ an. Im Rahmenprogramm ­werden den Gästen im Wilden Westen des Sauerlandes eine Stunt-, eine Greifvogel- und eine Musikshow geboten. „Das Elspe Festival ist viel mehr als nur die Karl-May-Festspiele“, sagt Rolf Schauerte vom Organisationsteam und verweist auf Veranstaltungen und Konzerte über das ganze Jahr. Nächster Höhepunkt: Tom Astor, die Stimme der Heimat, bringt am 9. Mai seine größten Hits dar. Die Vorfreude bei Country-Fans soll groß sein.