Frauen des RC Sorpesee feiern die Meisterschaft

Die Siegerfaust: Julian Schallow, Trainer des RC Sorpesee.
Die Siegerfaust: Julian Schallow, Trainer des RC Sorpesee.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Die Volleyball-Frauen des RC Sorpesee haben es geschafft. Durch einen 3:1-Erfolg bei der SG Langenfeld holte sich das Team die Meisterschaft in der 3. Liga West sowie das Aufstiegsrecht in die zweite Bundesliga. Ein Gespräch mit dem Trainer.

Die Volleyball-Frauen des RC Sorpesee haben es geschafft. Durch einen 3:1-Erfolg bei der SG Langenfeld holte sich das Team von Trainer Julian Schallow die fehlenden Punkte und sicherte sich bereits vier Spieltage vor Saisonende die Meisterschaft in der 3. Liga West sowie das Aufstiegsrecht in die zweite Bundesliga. Mitten im Jubel haben wir mit dem Trainer gesprochen.

1 Herr Schallow, zunächst einmal Glückwunsch zum Erfolg und zur Meisterschaft Wie geht es Ihnen gerade?

Hier geht es schon hoch her, die Spielerinnen feiern. Für einen kleinen Moment habe ich mich jetzt davonstehlen können.

2 War das Spiel gegen Langenfeld denn besonders schwer für Sie, da Sie wussten, dass ihre Verfolger bereits verloren hatten und ein Punkt zum Aufstieg reicht?

Zunächst einmal ist Langenfeld ein sehr starker Gegner und ich weiß nicht so recht, warum die in der Tabelle unten drin stehen. Aber wir sind das Spiel sehr konzentriert angegangen. Nur nachdem wir nach zwei gewonnenen Sätzen den einen Punkt sicher hatten, haben wir es kurz schleifen lassen. Sonst waren wir sehr seriös.

3 Wenn Ihnen vor der Saison jemand gesagt hätte, dass Ihr Team so deutlich Meister wird, was hätten Sie ihm gesagt?

Ich hätte ihm nicht geglaubt. Wir haben vor dieser Saison ernsthaft überlegt, ob es überhaupt sinnvoll ist, mit diesem jungen Team nach dem Verlust unserer letztjährigen Leistungsträgerinnen überhaupt in der dritten Liga anzutreten. Und jetzt das. Das ist schon ein mittelgroßes Volleyballwunder. Wir hatten ja teilweise ein Team auf dem Platz, was ein Durchschnittsalter von 17 Jahren hatte.

4 Wie erklären Sie sich den Erfolg ihres Teams?

Die Mädels haben sich vor der Saison gemeinsam dafür ausgesprochen, dass wir gemeinsam das Abenteuer dritte Liga angehen wollen. Und dieser Zusammenhalt und dieser starke Willen hat uns die ganze Saison ausgezeichnet. Da muss ich das Team wirklich loben.

5 Wie gehen Sie jetzt die nächsten Spiele an?

Heute wird erstmal mit ein, zwei Getränken gefeiert, wobei die jüngeren Spielrinnen natürlich Apfelschorle trinken (lacht). Aber wir werden auch im Sinne der Fairness die nächsten Spiele total ernsthaft angehen und wollen den Zuschauern etwas bieten.

6 Wollen Sie jetzt auch ihr Aufstiegsrecht wahrnehmen und in der zweiten Liga antreten?

Ich bin kein Freund davon, Sachen im Vorhinein auszuschließen. Und damit sind wir gut gefahren.