Ferien-Region wehrt sich gegen Windräder

Willingen..  Vergrämen Windräder die Gäste aus der Ferienregion zwischen Diemelsee und Kahler Asten? Diese Sorge trugen gestern Nachmiittag die Bürgermeister von sieben in diesem grenzüberschreitendem Gebiet liegenden Gemeinden gemeinsam mit den Landräten des HSK und des Kreises Waldeck-Frankenberg den Regierungspräsidenten von Arnsberg, Dr. Bollermann, und Kassel, Dr. Lübcke, vor.

Die Kommunalpolitiker fordern die Anerkennung einer touristischen Kernzone, die im Rahmen der weiteren Regionalplanung als Tabu-Kriterium für die Ausweisung von Windvorrangzonen gelten soll. Die aktuelle Energieplanung sehe vor, dass den Gemeinden in diesem Raum deutlich mehr als die durchschnittlich zwei Prozent ihrer Fläche für die Ausweisung von Windvorrangzonen abverlangt werden. Dabei, so Willingens Bürgermeister Thomas Trachte, sei diese Region „zur Sicherstellung ihres wirtschaftlichen Bestandes auf eine ursprüngliche und natürliche Landschaft angewiesen.“

Mit rund rund vier Millionen Übernachtungen ist der Tourismus eine zentrale wirtschaftliche Stütze dieser Region. Arnsbergs Regierungspräsident Dr. Bollermann sagte, dass man sich bemühe, die energiepolitischen Vorgaben zu erfüllen und dabei die Beeinträchtigungen in Grenzen zu halten. Seiner Wahrnehmung nach sei bereits die Kriterienbewertung „hier und da breiter geworden“.