Fall Burbach: Ermittlungen dauern noch Monate

Burbach/Arnsberg..  Die Situation in den im Herbst zum Teil deutlich überfüllten Flüchtlings-Unterkünften des Landes hat sich nach Auskunft der Bezirksregierung Arnsberg entspannt, nachdem die Kapazität ausgeweitet wurde.

Die Ermittlungen im Zusammenhang mit dem so genannten „Problemzimmer“ – einem vergitterten Raum – in der Notunterkunft in Burbach laufen weiter. Nach Auskunft der Staatsanwaltschaft Siegen wird dabei gegen rund 20 Beschuldigte ermittelt. Etwa die Hälfte davon seien Wachmänner, sagt Behördensprecher Johannes Daheim. Außerdem stehen der Geschäftsführer des ehemaligen Heimbetreibers European Homecare aus Essen und mehrere Angestellte der Privatfirma im Fokus der Ermittler. Sie sollen nach bisherigen Erkenntnissen nicht nur von der Existenz des Raumes, sondern auch von dessen strafrechtlich relevanter Nutzung durch die Wachleute gewusst oder diese zum Teil möglicherweise sogar angeordnet haben. Bewohner der Unterkunft sollen dort eingeschlossen worden sein. Sollte sich dies bestätigen, erhärte sich der Verdacht der Freiheitsberaubung, Nötigung und Körperverletzung. „Es wird aber noch mehrere Monate dauern, bis wir alle Unterlagen ausgewertet haben“, so Daheim.

Landesweit laufen mehr als 50 Ermittlungsverfahren, bei denen Wachleute als Beschuldigte geführt werden.