Erstaufnahme in Dortmund oder Bielefeld

Hagen..  Die Bezirksregierung Arnsberg ist im Asylbereich für ganz Nordrhein-Westfalen zuständig. Sie organisiert die Unterbringung, Verpflegung und medizinische Versorgung der Flüchtlinge. Zudem ist sie für die Verteilung und Zuweisung der Asylsuchenden auf die 396 Städte und Gemeinden im Land nach einem festgelegten Verteilerschlüssel zuständig. Dieser orientiert sich in der Hauptsache an der Einwohnerzahl der Kommune.

Als erste Anlaufstelle für alle Flüchtlinge gibt es in NRW zwei Erstaufnahmeeinrichtungen (EAE), in Dortmund und Bieleld. Von hier werden die Asylbewerber nach einigen Tagen weiter in so genannte Zentrale Unterbringungseinheiten (ZUE) gebracht. Dazu gehören in Südwestfalen die Standorte in Wickede-Wimbern, Hemer, Burbach, Rüthen und Bad Berleburg. Hier sollten die Flüchtlinge nicht länger als eine Woche bleiben, um dann weiter auf die Kommunen verteilt zu werden. Betreut werden diese Standorte von Hilfsorganisationen: Johanniter-Unfall-Hilfe, Deutsches Rotes Kreuz, Malteserwerke.

Angesichts des Ansturms verlängert sich derzeit der angedachte zeitliche Aufenthalt in den gegenwärtig überbelegten Einrichtungen erheblich, weil es an neuen zusätzlichen Notunterkünften in den Kommunen mangelt.

Die Kommunen wiederum bewältigen die Unterbringung der Menschen mit unterschiedlichen Konzepten. Befürworten die einen eher eine dezentrale Unterbringung in der Stadt, wie zum Beispiel Warstein oder Schwerte, greifen andere auf bestehende Übergangsheime mit etwa 40 bis 50 Personen zurück.