Ennepetaler gesteht vor Gericht: Ehefrau mit Messer erstochen

Ennepetal/Hagen..  Ein 46-jähriger Ennepetaler hat gestern vor dem Hagener Landgericht gestanden, seine Ehefrau mit vier Messerstichen getötet zu haben. Zu den wahren Gründen äußerte sich der Mann nur vage. Der Messerstecherei sei ein Streit um finanzielle Probleme vorausgegangen, erklärte er.

Die Bluttat soll trauriger Höhepunkt einer Serie von Gewaltausbrüchen gegen seine Frau und den gemeinsamen Sohn (18) gewesen sein. Der Ennepetaler, dem die Anklage Mord aus niederen Beweggründen vorwirft, hat vor sechs Jahren seiner Frau offenbar mit einem brutalen Schlag ins Gesicht das Nasenbein gebrochen. Bei anderer Gelegenheit habe er sie bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt, hieß es.

Ebenfalls Gegenstand des Verfahrens ist eine Attacke auf seinen Sohn. An einem nicht bestimmbaren Tag vor rund vier Jahren hat er laut Anklage den Jungen mit einem Cutter-Messer tief in den Oberarm geschnitten, was der Ennepetaler aber gestern bestritt.

Laut Zeugenaussagen bei der ­Polizei lebte die Frau in ständiger ­Todesangst vor ihrem getrennt ­lebenden Ehemann. Erst wenige Tage vor der Tat hatte sie die ­Türschlösser auswechseln lassen, damit ihr Noch-Ehemann nicht mehr in ihre Wohnung gelangen konnte.