Ebola-Epidemie bremst Lust auf Afrika-Urlaub

Sundern..  Die Ebola-Epidemie in Sierra Leone, Liberia und Guinea in Westafrika führt bei Anbietern von Afrikareisen zu einem starken Rückgang der Buchungsszahlen. Betroffen ist auch Severin Touristik aus Sundern. Frederik Schäfer, Marketing-Manager des Spezialveranstalters für Individual- und Kleingruppenreisen in das östliche und südliche Afrika, erklärt wie versucht wird, dieser Entwicklung gegenzusteuern.

1 Wie wirkt sich Ebola auf
Ihre Buchungszahlen aus?

Tatsächlich sind die Buchungen im zweistelligen Bereich zurückgegangen, doch für uns als Reiseveranstalter ist schwer zurück zu verfolgen, ob es nur an Ebola oder auch an anderen Unsicherheits-Faktoren liegt. Tendenziell bleiben aber allgemeine Anfragen nach Afrika aus, was wiederum ein Indiz für eine einheitliche Verunsicherung ist.

2 Wie erklären Sie sich
die Angst der Urlauber?

Angst resultiert of aus Mangel an Informationen. Afrika wird generalisiert. Entfernungen zwischen Kenia und den vom Ebola-Virus betroffenen Gebieten sind ebenso unklar wie die Übertragungswege vom Ebola-Virus. Die Berichterstattung in den vergangenen Monaten hat zu einer Verunsicherung und zur Fehleinschätzung der Urlauber geführt.

3 Was unternimmt Severin Touristik, um Urlaubern die Sorge vor einer Erkrankung zu nehmen?

Wir versuchen, unsere Gäste auf möglichst vielen Kanälen aufzuklären. Der Schwerpunkt liegt bei der Vermittlung allgemeiner Informationen zur Krankheit und zu den Entfernungen zwischen den Ländern. Nicht zuletzt geht es um die geringe Ansteckungsgefahr. Wir listen zum Beispiel die bereits eingeleiteten Sicherheitsmaßnahmen in Kenia auf.

Mit Frederik Schäfer
sprach Joachim Karpa.