E-Scooter bleiben draußen

Hagen..  Elektrischer Rollstuhl oder doch E-Scooter? Für den Laien ist der Unterschied auf den ersten Blick nur schwer auszumachen. Wer aber Bus und Bahn benutzt, für den macht es viel aus, mit welchem Gefährt er unterwegs ist. E-Scooter müssen draußen bleiben. Das hat jetzt das Oberverwaltungsgericht in Münster entschieden. Begründung der Richter: Das Elektrogefährt drohe schon bei geringer Beschleunigung zu kippen. Dabei könnten andere Fahrgäste verletzt werden.

Diskriminierung

„Das ist eine Diskriminierung aller E-Scooter Fahrer“, schimpft Manfred Liebich von der Landesvertretung Selbsthilfe Körperbehinderter. Und Andrea Kalthoff aus Dinslaken, selbst Rollstuhlfahrerin befürchtet: „Es kann passieren, dass Busfahrer Rollstuhlfahrer dann auch nicht mehr mitnehmen. Wer sich nicht auskennt, hat Probleme zu unterscheiden.“ Sie stört es, dass der Elektro-Rollstuhl und der E-Scooter immer wieder verwechselt werden. Den Elektro-Rollstuhl bedient der Fahrer per Joystick. Der Scooter wird hingegen mit einem Lenker bedient, hat breitere Reifen und ist insgesamt wuchtiger.

Busfahrer unsicher

Dass die Busfahrer zum Teil unsicher sind, welches Fahrzeug sie nun mitnehmen dürfen und welches nicht, weiß Beate Kronen von den niederrheinischen Verkehrsbetrieben. „Viele hatten Nachfragen. Wir haben ihnen daher Abbildungen gezeigt und sie so geschult.“ Der Beschluss bedeutet für viele Verkehrsunternehmen aber keine Veränderung. In Duisburg nimmt man E-Scooter schon seit Dezember nicht mehr mit. Ebenso bei den Niederrheinischen Verkehrsbetrieben. rd