Dieter Degowski: Mit neuem Namen in die Freiheit

Werl..  Häftlinge in NRW-Justizvollzugsanstalten (JVA), die einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangt haben, können ihren Namen ändern lassen - damit sie nach ihrer Entlassung besser in Freiheit Fuß fassen können. Von dieser Möglichkeit - davon geht das NRW-Justizministerium aus - dürfte auch der Gladbecker Geiselnehmer Dieter Degowski Gebrauch machen, bekanntester Insasse der JVA Werl. Sprecher Detlef Feige: „Er muss einen Antrag beim Landgericht Arnsberg stellen.“

Degowski wäre kein Einzelfall. „Dass ein Häftling seinen Namen wechselt, ist nicht außergewöhnlich“, so Feige. Wer in der Öffentlichkeit mit einem Verbrechen in Verbindung gebracht wird, habe in Freiheit insbesondere Schwierigkeiten bei der Wohnungs- und der Arbeitsplatzsuche - eine Resozialisierung würde erschwert.

Degowski könnte „frühestmöglich“ (Feige) im August 2016 Werl verlassen. Dann ist eine von der Strafvollstreckungskammer auferlegte dreijährige Entlassungs-Vorbereitungszeit zu Ende. Wiewohl: In einem guten Jahr muss zunächst noch ein Gutachter klären, ob von Degowski noch eine Gefahr ausgeht. Derzeit darf er - neben begleiteten Ausgängen - auch stundenweise alleine die JVA verlassen. Detlev Feige: „Das hat bis dato gut geklappt.“