Die Spiele der jungen Wilden im Revier

Oberhausen..  Vier Tage lang Programm. Sport, Musik, Action, Workshops. Auf der Zeche Zollverein und anderswo: in fünf Städten, an sechs Standorten.

Wenn sich mehr als 5000 Jugendliche aus 18 Ländern zum Wettstreit im Revier treffen, eingerahmt von Konzerten und Kulturaktionen, und vermutlich 200 000 Menschen zusehen, sind die „Ruhr Games“ noch lange nicht Olympia. Aber auch kein Kleinkram. Und in der Mischung zumindest auf dem Papier erfrischender als die etwas altbackene Ruhr-Olympiade, von der sich die Veranstalter vor drei Jahren verabschiedet haben. Mit dem Versprechen, ein neues Format zu suchen.

EuropäischerJugendaustausch

Sie haben es offenbar gefunden. „Das ist völlig neu, einmalig und fördert den europäischen Jugendaustausch auch noch“, schwärmte gestern nun Landes-Sportministerin Ute Schäfer (SPD) bei der Vorstellung des Programms der „Ruhr Games“ im Oberhausener Centro. Rund 1000 junge Teilnehmer reisen aus dem Ausland an, die meisten stammen aus Partnerstädten des Ruhrgebiets. 1,5 Millionen Euro hat Schäfers Haus für die Spiele vom 3. bis 6. Juni spendiert, eine weitere Million fürs Kulturprogramm teilen sich der RVR und die Ruhr Tourismus GmbH.

Olympisches wie Leichtathletik, Fußball, Tischtennis, Beachvolleyball oder Judo steht auf dem Plan in Essen, Bottrop, Oberhausen, Gelsenkirchen und Gladbeck. Aber auch die „Parkour“-Experten werden über Hindernisse jagen wie in einem „Bond“-Film, die BMX-Biker über die Rampen schießen, Wake- und Skateboarder Tempo machen. Actionsport eben, der sich um Olympia nicht schert. Noch nicht jedenfalls.

Der Hamburger Hip-Hopper Jan Delay ist bei diesem Konzept wohl der ideale Mann für die Bühne. Er tritt bei der großen Abschluss-Sause auf am 6. Juni, 20 Uhr, auf Zollverein. Voll werden könnte es dort auch bei der Auftaktshow mit „Luxuslärm“ (3. Juni, 18 Uhr) und beim Konzert von Maxim am 5. Juni (21 Uhr).