Die Herausforderungen positiv und in Ruhe angehen

Hagen..  Er mag den Norden, pflegt das offene Wort, liebt seinen Beruf. Jetzt kommt er nach Westfalen. Nach Hagen, um von dort aus Land und Leute im gesamten WP-Gebiet kennenzulernen. Ab heute ist Dr. Jost Lübben (50) Chefredakteur der WESTFALENPOST. Er folgt auf Stefan Hans Kläsener, der nach Flensburg zum Schleswig-Holsteinischen-Zeitungsverlag wechselte.

Fast zehn Jahre lang verantwortete Dr. Lübben den Nordsee-Medien-Verbund in Bremerhaven als Chefredakteur für die Titel Nordsee-Zeitung, Zevener Zeitung und Kreiszeitung Wesermarsch. Seine journalistische Laufbahn begann er vor 30 Jahren eben dort und lernte den Beruf von der Pike auf. 2005 war er zum Chefredakteur berufen worden, vier Jahre später hatte er bei der Nordsee-Zeitung eine Newsroom-Produktion eingeführt und den journalistischen Fokus auf die Weser-Elbe-Region gelegt. Jetzt möchte der 50-Jährige zu neuen Ufern aufbrechen. „Die WP steht für die Verbundenheit der Menschen mit ihrer Heimat und für die Haltung, alle Herausforderungen positiv und mit Ruhe anzugehen. Als Norddeutscher gefällt mir das besonders gut“, begründet Jost Lübben seinen Wechsel.

Lokaler Journalismus unverzichtbar

Die Art, wie bei der WP Lokal- und Regionaljournalismus ausbuchstabiert werden, hat den neuen Chef überzeugt. „Man merkt, dass die Kollegen mit dem Herzen dabei sind und eine positive Einstellung haben zu den Menschen zwischen Wetter und Siegen“, so Lübben. Für ihn steht außer Zweifel, dass lokaler Journalismus unverzichtbar ist: „Wir dürfen uns nicht einlullen lassen und unser Licht nicht unter den Scheffel stellen.“ Vielmehr gehe es aktuell darum, die digitalen Verbreitungskanäle mit dem Premiumprodukt Zeitung sinnvoll zu verknüpfen.

Ein Ansatz, den auch der Mitte Dezember ausgeschiedene Chefredakteur Stefan Hans Kläsener unterschreibt. Kläsener war nach fast vier Jahren an der WP-Spitze dem Ruf der größten Zeitungsgruppe Schleswig-Holsteins gefolgt. Der Abschied von seiner WP war ihm nicht leicht gefallen. „Die Kollegen sowie die Begegnungen mit Lesern und Multiplikatoren haben mich beeindruckt und bisweilen überrascht. Die Unaufgeregtheit der Westfalen nehme ich mit an die Nord- und Ostsee. Die alten Kontakte werde ich pflegen – so gut es geht“, sagt Kläsener, über den der WDR-Intendant Tom Buhrow sagt, Stefan Kläsener habe die WP klar positioniert „als weltoffene Zeitung mit einem starken regionalen Bezug“.