Die Grippewelle breitet sich weiter aus

Münster.  . Die Grippe breitet sich in Nordrhein-Westfalen weiter aus, jedoch auf vergleichsweise niedrigem Niveau. In der vergangenen Woche sei die Zahl der Erkrankten um knapp 400 auf insgesamt 1100 Fälle in der gesamten Saison angestiegen, sagte Annette Jurke vom Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen (LGZ NRW). Vor zwei Jahren waren es Mitte Februar bereits über 6000 Grippefälle.

Auch im Bundesvergleich geht es den Nordrhein-Westfalen noch relativ gut: „NRW ist im Gegensatz zu anderen Ländern am moderatesten betroffen“, sagte die Sprecherin des Robert Koch-Instituts, Susanne Glasmacher, in Berlin. Vor allem im Süden lägen viele Menschen mit Grippe oder anderen Atemwegserkrankungen flach.

Besonders schwer setzt die Grippewelle den Hessen zu: Das Robert-Koch-Institut registrierte in der vergangenen Woche allein bis zum Freitag 260 neue Fälle. Hinzu kommt eine hohe Zahl an nicht im Labor bestätigten Fällen.

Die Rettungsleitstelle der Frankfurter Feuerwehr lässt Patienten auch in Krankenhäuser außerhalb der Stadt bringen. Die Einsatzkräfte leiden unter der Grippewelle. Von den rund 700 Leuten sind mehr als zehn Prozent krank gemeldet.

In der gesamten Republik erkrankten im Winter 2014/15 nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) bisher rund 18 000 Menschen an Grippe. Das seien jedoch nur die bestätigten Fälle, nicht eingerechnet sei eine immense Dunkelziffer.