Datteln für das Fastenbrechen in Asylheimen

Burbach..  Datteln für das Fastenbrechen: Im Flüchtlingsheim im siegerländischen Burbach bereiten sich die Betreuer auf den islamischen Fastenmonat Ramadan vor, der in diesem Jahr am morgigen Donnerstag beginnt. „Wir fragen die Bewohner, ob sie fasten wollen und bieten zusätzliche Essensausgaben an“, sagte Sozialbetreuerin Fadid Ahadi in Burbach am Dienstag. Sie geht davon aus, dass sich zunächst ein Großteil der muslimischen Bewohner am Ramadan beteiligen wird. „Das werden dann vermutlich weniger werden. 17 Stunden nichts essen und trinken sind ja lang.“

Nachts um 2 Uhr das Frühstück

„Traditionell wird das Fasten nach Sonnenuntergang mit Datteln und einem Glas Wasser gebrochen“, berichtete Ahadi. Deshalb habe der Küchenleiter des vom DRK geführten Heimes eigens Datteln geordert. Danach werde dann das normale Abendessen serviert. „Das Küchenpersonal ist länger im Dienst“, sagte Ahadi. Nachts zwischen 2 bis 3.30 Uhr werde dann das Frühstück von den Sozialbetreuern ausgegeben. „Notfalls werden sie dabei von den Sicherheitsdienst-Mitarbeitern unterstützt. Wir arbeiten gut zusammen“, sagte die stellvertretende Heimleiterin Heidi Knapp.

Spätschicht in der Kantine

Auch in den anderen Flüchtlingsunterkünften des Landes können die Bewohner im Ramadan fasten. „Das wurde in die Qualitätsrichtlinien eingearbeitet“, sagte Udo Schröder-Hörster von den Johannitern, die eine Unterkunft in Rüthen im Kreis Soest betreiben. Der zusätzliche Personalaufwand durch die Kantinen-Spätschichten in den Heimen sei durch die Betreuungspauschale gedeckt.