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Dieter Hecking ließ sich vom Wolfsburger "Paket" überzeugen

23.12.2012 | 19:22 Uhr
Dieter Hecking ließ sich vom Wolfsburger "Paket" überzeugen
Dieter Hecking (links), hier mit seinem Vorgänger in Wolfsburg, Lorenz-Günter Köstner.Foto: dpa

Soest.   Viel wurde spekuliert, seit der Wechsel von Trainer Dieter Hecking vom Bundesligisten 1. FC Nürnberg zum VfL Wolfsburg bekannt wurde, viel geschrieben. Jetzt äußert sich der in Soest aufgewachsene Coach selber über seine Gründe, dem „Club“ den Rücken zu kehren und bei den kriselnden „Wölfen“ anzuheuern.

Als die Spitzennachricht des Tages in Umlauf kam, als sie ihren Weg in die Radio- und Fernsehsendungen fand und in den Internet­foren die Diskussionen einsetzten, befand sich Dieter Hecking auf dem Weg nach Soest, um seinen ­Vater zu besuchen. Am Samstagmorgen war eine Entscheidung gefallen, die am Nachmittag, als sie veröffentlicht wurde, für beträcht­liches Aufsehen im deutschen Profi-Fußball sorgte: Dieter Hecking, 48 Jahre, wird neuer Trainer des VfL Wolfsburg. Er verlässt sofort den 1. FC Nürnberg, der eine Ablösesumme von 750.000 Euro erhält. Eine Ausstiegsklausel macht den schnellen Wechsel möglich.

Erste Kontaktaufnahme am Mittwoch

Am Mittwoch war es zur ersten Kontaktaufnahme der Wolfsburger gekommen, am Donnerstag traf sich Hecking mit Klaus Allofs. Über Stunden legte der VfL-Manager dem Trainer seine Pläne dar. „Beide Seiten gewannen den Eindruck: Das lässt sich gut an“, sagt Hecking unserer Zeitung: „Klaus Allofs hat mir sehr plausibel erklärt, wie er es vor hat, wo wir hin wollen und wie es ausgehen kann. Das ­Paket hat mich angesprochen. Dieses ­Gespräch war ausschlaggebend.“

Allofs traf den Nerv des Trainers auch mit seiner Einschätzung der Arbeit Heckings, der mit Alemannia Aachen in die Bundesliga aufstieg und bei Hannover 96 sowie zuletzt drei Jahre lang beim 1. FC Nürnberg mit kleinem Geld erfolgreich tätig war. Obwohl gute Spieler verkauft werden mussten, hielt Hecking die Nürnberger nicht nur von der Abstiegszone fern. Er platzierte sie auch vor Klubs, die über bessere finanzielle Möglichkeiten verfügen. „Ich versuche immer, aus vorhandenen Mitteln das Optimum herauszuholen.“

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Ausstiegsklausel bei Vertragsverlängerung 2011

Bei Heckings Vertragsverlängerung in Nürnberg im Frühjahr 2011 hatte der Verein eine Ausstiegsklausel akzeptiert. „Manager Martin Bader hat damit gerechnet, dass ich sie irgendwann mal benutzen würde“, sagt Hecking und ergänzt: „Ohne Ausstiegsklausel hätte ich diesen Weg nicht gewählt.“

Bader versuchte noch am Samstagmorgen ein Modell zu installieren, nach dem Hecking nicht sofort, sondern erst am Saisonende nach Niedersachsen wechseln sollte. Allofs drängte aber auf einen sofortigen Transfer, um einen ausreichenden Anlauf auf die neue Saison zu haben. Die Nürnberger ­reagieren frustriert auf den Weggang ihres Trainers. „Sie sind enttäuscht vom Fakt, nicht von der Person“, meint Hecking, bei dem sich Bader am Samstagabend in einer SMS für die Arbeit bedankte.

Nähe zur Familie war nicht ausschlaggebend für den Wechsel

Schon in Aachen war der Trainer vorzeitig aus einem Vertrag, damals ohne Klausel, ausgestiegen. Anders als im August 2006 trieben ihn diesmal nicht private Gründe an. Der Medien-Darstellung, er habe Nürnberg auch verlassen, um näher bei seiner in Bad Nenndorf lebenden Familie zu sein, widerspricht Hecking: „Das ist definitiv falsch. Vier der fünf Kinder sind ja schon nicht mehr zu Hause.“

110 Kilometer von Bad Nenndorf entfernt wird Hecking voraussichtlich am Freitag offiziell als neuer Trainer präsentiert werden. Er wird beim Volkswagen-Klub Rahmenbedingungen genießen, wie er sie noch nirgendwo vorfand.

Klaus Theine

Kommentare
24.12.2012
15:32
Dieter Hecking ließ sich vom Wolfsburger
von buntspecht2 | #5

Euroschecks locken sonst nichts.

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Dieter Hecking ließ sich vom Wolfsburger "Paket" überzeugen
Dieter Hecking ließ sich vom Wolfsburger "Paket" überzeugen
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http://www.derwesten.de/region/sauer-und-siegerland/das-paket-hat-mich-angesprochen-id7421933.html
2012-12-23 19:22
Sauer und Siegerland