Brandanschlag auf Moschee in Witten vermutet

Witten..  Nach einer Rauchbildung in einer Moschee in Witten schließt die Polizei Brandstiftung nicht aus. In einem Waschraum der Moschee sei ein aufgehebeltes Fenster entdeckt worden, teilte die Polizei am Dienstag mit. Der Staatsschutz des Bochumer Polizeipräsidiums sowie ein Brandsachverständiger seien eingeschaltet worden. Verletzt wurde niemand.

Nach Informationen unserer Zeitung soll ein Unbekannter dabei gefilmt worden sein, wie er um 23.30 Uhr in der Nacht zu gestern in die Sultan Ahmet Camii Moschee eindrang und aus einem Benzinkanister eine Flüssigkeit im Gebetsraum vergoss. Um in das Gebäude zu gelangen, hebelte er in einem Waschraum auf der Rückseite des Gebäudes ein Fenster auf. Nachdem er das Benzin angezündet hatte, flüchtete er durch das Eingangstor der Moschee.

15 Menschen beten in Nebenraum

Glücklicherweise – denn in dem Gebäude leben unter anderem vier Familien mit Kindern – erlosch das Feuer von selbst. Der Vorsitzende der Gemeinde, Arslan Veysel, hatte den verrauchten Raum um 5.30 Uhr entdeckt, als er mit einigen anderen Gläubigen sich zum Morgengebet traf. 15 Menschen, die noch in einem Nebenraum gebetet hatten, wurden von der Feuerwehr hinausgeführt.

Die Polizei prüft einen Zusammenhang mit einem Brand an einem Jugendheim. Nach bisherigem Ermittlungsstand hat ein noch unbekannter Täter eine Tür an der Rückseite des Gebäudes angesteckt.