Belasteter Kanal ist außer Betrieb

Warstein..  Knapp zwei Jahre, nachdem in Warstein 165 Menschen an durch Legionellen verursachte Lungenentzündungen erkrankten und drei Menschen starben, ist seit gestern der städtische Verbindungskanal von der Warsteiner Brauerei zur kommunalen Kläranlage außer Betrieb genommen worden. In dem Kanal waren immer wieder hohe Legionellen-Konzentrationen gemessen worden.

Die Sanierung des Kanals ist Teil eines völlig neuen Abwasserbehandlungskonzepts, was künftig eine massenhafte Entstehung von Legionellen, wie sie im Sommer 2013 in Warstein geschehen war, verhindern soll. Während der alte Kanal, der mitten durch die Innenstadt Warsteins führte, Luftschächte aufwies, ist das neue Leitungsrohr komplett luftdicht. Dadurch können keine Luftpartikel mehr nach Außen dringend – und damit im Falle einer Legionellen-Belastung des Abwassers auch nicht von Menschen eingeatmet werden.

Kosten: 1,8 Millionen Euro

Rund 1,8 Millionen Euro kostet die Sanierung des Kanals. Die Kosten werden zu 80 Prozent aus Landesmitteln gedeckt. Auf dem Gelände der Warsteiner Brauerei wurde ebenfalls ein rund 300 Meter langer, neuer Kanal gebaut, den die Brauerei bezahlt.