Befreiung aus dem Rohr kostet Nickis Frauchen 5000 Euro

Suttrop..  Der bekannteste Hund Suttrops war Nicki schon, nachdem die Feuerwehr eine Straße auf zehn Metern Länge aufreißen musste, um ihn aus einem Kanalrohr zu befreien (wir berichteten). Nun da die Rechnungen für den Rettungseinsatz bei Frauchen Edith Wenzel auf dem Tisch liegen, dürfte sich der Yorkshire-Terrier endgültig auch das Prädikat als teuerster Hund verdient haben.

5000 Euro hat die spektakuläre Rettung vor sechs Wochen gekostet. Allein 1700 Euro stellte die Feuerwehr in Rechnung, 3300 Euro muss die Seniorin der Baufirma für das Ausheben und Füllen der Grube zahlen.

Mit noch höherer Summe gerechnet

„Das ist schon viel Geld – besonders für eine Rentnerin“, sagt Edith Wenzel im Gespräch mit der WESTFALENPOST, „aber was blieb mir denn anderes übrig?“ Insgeheim hatte sie sogar mit einer noch höheren Summe gerechnet. Wegen der drohenden Kosten hatten die Seniorin und ihre Familie dem Einsatz vorher zustimmen müssen. „Wir konnten den Hund aber doch nicht dort unten lassen.“

Leichte Hoffnung hegt Edith Wenzel noch, dass die Hundehaftpflichtversicherung die Kosten tragen könne. „Ehrlich gesagt glaube ich aber nicht daran, dass sie das übernimmt“, sagt Wenzel nüchtern. So genannte Eigenschäden des Hundes, also auch die Kosten seiner eigenen Rettung, seien von einer solchen Police nicht gedeckt, bestätigen auch Versicherungsexperten.

Kinder hören das Bellen

Nicki hatte sich Anfang April in ein Entwässerungsrohr am Ortsrand von Suttrop verirrt und war nach zehn Metern stecken geblieben. Fast 24 Stunden nach seinem Verschwinden hörten spielende Kinder das Bellen. Sie machten einen Spaziergänger darauf aufmerksam, der dann die Feuerwehr alarmierte. Den Wehrleuten blieb nichts anderes übrig, als die über dem Rohr liegende Straße aufreißen zu lassen, um den 16 Jahre alten Hund zu befreien. Nicki selbst hat den Großeinsatz unbeschadet überstanden.