Angriffe auf DRK-Helfer bei Kirmes in Menden

Menden..  Polizisten, Feuerwehrleute und Helfer beklagen zunehmend Übergriffe betrunkener und pöbelnder Personen während der Einsätze – Erfahrungen, die jetzt auch Rettungssanitäter auf der Mendener Pfingstkirmes machen mussten. „Hier haben wir das bisher noch nicht erlebt, jedenfalls nicht in den 27 Jahren, die ich jetzt dabei bin“, zeigte sich Rotkreuz-Einsatzleiter Rüdiger Morena fassungslos. Mit einer abgebrochenen Wasserflasche hatte ein Betrunkener am Sonntagnachnittag einen DRK-Mann attackiert. Der Sanitäter konnte der messerscharfen Waffe gerade noch ausweichen. Er hatte den Mann angesprochen, weil dieser mitten im Kirmestrubel seine Tasche ständig gegen die Rathaus-Glastür schlug.

Aufsässige Betrunkene

Auch am Samstagabend wurde es befremdlich. So störte ein Unbeteiligter die Hilfe für einen gestürzten jungen Mann. Der Angetrunkene bot den Sanis, die das Bein des Verletzten versorgten, sein Portmonee und seine Autoschlüssel an. Als die Helfer ihn baten weiterzugehen, wurde er aufsässig; dann griff er gewaltsam in die Behandlung ein.

Kurz darauf mussten sich DRKler gegen einen jungen Mann wehren, der gleich den ganzen Rettungswagen erstürmen wollte, in dem seine Verlobte lag. Sie hatte zuvor im Streit zwischen zwei Gruppen einen Tritt abbekommen.

In allen drei Fällen konnte die Mendener Polizei die Angreifer dingfest machen. Morena zeigte sich entsetzt über die Hemmungslosigkeit der Angriffe auf die Helfer. Er sei nur erleichtert darüber, dass keiner von ihnen ernsthaft verletzt wurde.