Airbus A 320 über Arnsberg mit Laserpointer attackiert

Hagen/Arnsberg..  Die Germanwings-Maschine kam aus München, befand sich am Freitagabend bereits im Landeanflug auf Dortmund, als der Pilot über Arnsberg plötzlich von einem Unbekannten mit einem Laserstrahl vom Boden aus geblendet wurde. Zwar konnte der Pilot die Maschine um 21.20 Uhr noch sicher in Dortmund landen, musste sich aber danach in ärztliche Behandlung begeben.

Kein Einzelfall, heißt es bei der Polizei des Hochsauerlandkreises, die in diesem Fall ermittelt. Solch gefährliche Eingriffe in den Luftverkehr gebe es auch im Sauerland immer wieder. Bundesweit erfolge im Durchschnitt täglich eine solche Laserattake, rechnet man bei der Deutschen Flugsicherung in Langen vor.

Ein dummer Jungenstreich allerdings sei dies nicht, betont ein Polizeisprecher. 180 Bordplätze gibt es an Bord des Airbus A 320, der am Freitagabend über Arnsberg attackiert worden ist. Falls die Maschine voll besetzt war, schwebten also annähernd 200 Menschen an Bord in Lebensgefahr – im Falle eines Absturzes weitere am Boden.

Mit einer Gefängnisstrafe bis zu zehn Jahren könne ein solch gefährlicher Angriff daher geahndet werden. Mit lebenslänglicher Haft müsse der Täter rechnen, wenn jemand zu Tode komme, so der Polizeisprecher.

Ein dummer Jungenstreich scheint ein solcher Laserangriff auch deshalb nicht, weil dahinter kriminelle Energie steckt: Mit einem handelsüblichen Laserpointer erreiche man ein Flugzeug in etwa 1000 Metern Höhe kaum. Dafür müsse man sich illegal ein nicht freiverkäufliches, stärkeres Modell organisieren, heißt es bei der Polizei. Sowohl die Beamten wie auch die Mitarbeiter der Flugsicherung vermuten hinter der Tat „jemanden, der sich von den Flugzeugen gestört fühlt“.