Ärger um Bahnübergang in Finnentrop hält an

Finnentrop..  Die neue Brücke ist noch nicht fertig - der alte Bahnübergang soll aber schon geschlossen werden: In Finnentrop müssen Fußgänger bald zwei Kilometer Umweg laufen, weil nach 24 Jahren Bau- und Planungszeit Anwohner-Bedürfnisse nicht mit den Interessen der Bahn zusammenpassen. Finnentrops Bürgermeister Dietmar Heß (CDU) ist sauer. „Da hieß es dann: ,Das geht nicht. Die Leute haben Pech gehabt’“, erzählt er.

Jahrelang hatten sich die Menschen in Finnentrop über lange Staus an dem Bahnübergang geärgert. Nun ist die Umgehungsstraße für die Autos endlich fertig. Doch eine zweite Brücke für Fußgänger soll erst im Herbst fertig werden. Die Schranken am Bahnübergang bleiben aber schon ab dem 26. April dicht.

Kostenloser Bustransfer

Auch Straßen NRW findet die Verzögerungen nicht gut. Sie sei aber zum Teil auf Wünsche der Stadt zurückzuführen, sagte ein Sprecher der Regionalniederlassung.

„Da ist offenbar nebeneinander her geplant worden“, sagt Heß. Als Alternative zu dem zwei Kilometer langen Fußweg hätten die Planer von Bahn und Straßen NRW auf den Bus verwiesen, mit dem die ­Fußgänger sich den Marsch sparen könnten. „Immerhin haben wir ausgehandelt, dass der Bus nicht bezahlt werden muss.“ Darüber hinaus kann von Anwohner ebenfalls kostenlos ein Anruftaxi genutzt werden. Das Taxi allerdings muss 45 Minuten zuvor telefonisch angefordert werden.