A 45-Sperrung könnte Samstag zu „Extremsituation“ führen
24.01.2012 | 18:19 Uhr 2012-01-24T18:19:00+0100
Hagen. Das Heimspiel von Borussia Dortmund und Shows in der Westfalenhalle dürften für noch längere Staus sorgen
Seit Tagen ist die Autobahn 45 aus den Verkehrshinweisen nicht mehr wegzudenken. Staus und Behinderungen, die wegen der Vollsperrung des Teilstücks zwischen Dortmund-Süd und Kreuz Dortmund/Witten mittlerweile an der Tagesordnung sind, dürften am Samstag ihren vorläufigen Höhepunkt erreichen.
Um 15.30 Uhr trifft Borussia Dortmund im Westfalenstadion auf 1899 Hoffenheim - das erste Heimspiel seit Sperrung der A 45 am 17. Januar. Planungen, die Anreise der über 80 000 Zuschauer so erträglich wie möglich zu gestalten, laufen bereits auf Hochtouren. Dass in der Westfalenhalle am Abend mit den Auftritten von Komiker Bülent Ceylan und der Pop-Band „Duran Duran“ gleich zwei Großveranstaltungen stattfinden, sorgt für weitere Brisanz.
„Wir erwarten eine Extremsituation, die wir in dieser Form noch nie hatten. Wir bitten die Zuschauer, den eigenen Pkw zu Hause zu lassen und frühzeitig mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen“, so ein Sprecher der Stadt Dortmund.
20 Meter tiefe Schächte
Von der Nutzung der Park & Ride-Plätze in der Umgebung rät die Stadt aufgrund des zu erwartenden Ansturms ebenfalls ab. Damit es auf Dortmunder Stadtgebiet nicht zu weiteren Engpässen kommt, wird es am Samstag keine Tagesbaustellen geben.
Eine Ausweitung der bisher eingerichteten Umleitungen ist bisher nicht geplant. „Schon in den ersten Tagen der Vollsperrung haben wir festgestellt, dass eine kleingliedrige Umfahrung sich nicht bezahlt macht. Deshalb wird es eine solche auch am Samstag nicht geben“, sagte ein Polizeisprecher.
Auf dem gesperrten Teilstück der A 45 wird derzeit rund um die Uhr gearbeitet. Eine Spezialfirma sucht vor Ort mit vier Bohrgeräten nach Hohlräumen und füllt sie mit einem Zementgemisch. Rund 145 Bohrungen wurden auf der gesperrten Strecke bereits vorgenommen. Teilweise wurden Hohlräume gefunden, die bis zu 20 Meter tief sind. 400 Kubikmeter Zementgemisch wurden bislang in die Löcher gefüllt. Ein weiterer Flöz, der in alten Karten verzeichnet war und nun gefunden wurde, muss mit Spezialzement verfüllt werden. Damit sind die Arbeiten jedoch noch nicht erledigt: Rund 2000 Quadratmeter Fahrbahn müssen nach den Arbeiten erneuert werden. Nächsten Montag soll der Verkehr wieder fließen. Wer in Richtung Dortmund fährt, wird laut Straßen-NRW über die B54 und B1 zum Autobahnkreuz Dortmund-West geleitet. Alle, die in Richtung Ruhrgebiet unterwegs sind, sollten die Sperrung großräumig über die A1 und die A2 umfahren.
In Fahrtrichtung Frankfurt wird der Verkehr ab dem Autobahnkreuz Dortmund/Witten über die A44 zum Autobahnkreuz Bochum/Witten, dann auf die A43 bis zum Kreuz Wuppertal-Nord und zuletzt über die A1 zum Autobahnkreuz Westhofen umgeleitet.
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