20 Nationen unter einem Dach

Hagen..  Mit einem organisatorischen Kraftakt hatte die Stadt Hagen, unterstützt von vielen ehrenamtlichen Kräften der Hilfsorganisationen, am vergangenen Freitag eine leer stehende Grundschule im Ortsteil Hohenlimburg in eine Flüchtlingsaufnahmestelle des Landes verwandelt. Doch die ersten Bewohner trafen dann doch erst am Samstag in den Mittagsstunden oberhalb des Lennetals ein. Bis zum Abend setzten die Busse insgesamt 159 Menschen aus 20 Nationen ab, vorzugsweise aus dem Kosovo und aus Mazedonien, aber auch aus Syrien, dem Irak, der Ukraine und aus afrikanischen Staaten.

Die übermüdeten Flüchtlinge wurden nach der Registrierung sortiert nach Nationalitäten und ethnischen Besonderheiten auf die Klassenräume verteilt. Die Rund-um-die-Uhr-Versorgung übernahmen zunächst 200 ehrenamtliche Helfer der verschiedenen Hilfsorganisationen. Ein Gesundheitscheck ergab, dass bei den Bewohnern, darunter 38 Kinder, zahlreiche Erkältungen, aber keinerlei Infektionskrankheiten vorliegen. Vier Personen mussten in Krankenhäuser eingeliefert werden. Der Rest soll innerhalb weniger Tage in NRW verteilt werden.