19-Jähriger muss für achteinhalb Jahre in Haft

Der 19 Jahre alte Mann aus Geseke muss für achteinhalb Jahre in Haft.
Der 19 Jahre alte Mann aus Geseke muss für achteinhalb Jahre in Haft.
Foto: Getty Images/iStockphoto Getty
Was wir bereits wissen
Der 19 Jahre alte Geseker, der seinen besten Freund an einer Feldscheune in Büren-Brenken umgebracht hat, ist gestern von der Jugendkammer des Landgerichts Paderborn wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit gefähr­licher Körperverletzung und wegen Totschlags zu einer Jugendstrafe von achteinhalb Jahren verurteilt ­worden.

Paderborn/Geseke..  Der 19 Jahre alte Geseker, der seinen besten Freund an einer Feldscheune in Büren-Brenken umgebracht hat, ist gestern von der Jugendkammer des Landgerichts Paderborn wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit gefähr­licher Körperverletzung und wegen Totschlags zu einer Jugendstrafe von achteinhalb Jahren verurteilt ­worden.

Die Richter sahen in dem ersten Schlag mit einer Eisenstange - von hinten auf den Hinterkopf des Opfers - das Mordmerkmal der Heimtücke erfüllt, berichtet Gerichtssprecher Bernd Emminghaus. Anschließend habe der junge Westfale noch mindestens drei Mal mit dem eineinhalb Kilogramm schweren Tatwerkzeug zugeschlagen und sei - um sich ein Alibi zu verschaffen - zu einem Schnellrestaurant gefahren.

Dass der Geseker nach der Rückkehr zum Tatort dem Freund die Kehle durchschnitt, wertete die Kammer nicht als Mord, um eine Straftat zu verdecken. Emminghaus: „Durch die Schläge mit der Stange war das Opfer aus Sicht des Gerichts schon in einem solch schlechten Gesundheitszustand, dass er wohl kaum noch den Täter mit einer Aussage hätte belasten können.“