Sanduhr-Plan zum Parken in Datteln stößt auf Bedenken

Eine Sanduhr ähnlich wie diese – nur mit Saugnapf – soll bald die Autoscheibe von Kurzparkern in Datteln zieren.
Eine Sanduhr ähnlich wie diese – nur mit Saugnapf – soll bald die Autoscheibe von Kurzparkern in Datteln zieren.
Foto: Fredrik von Erichsen
Was wir bereits wissen
  • Kommunalaufsicht  hat Bedenken an der "Parksanduhr" der Stadt Datteln
  • Auswärtige Kurzparker würden ungleich behandelt, so die Kritik
  • Die Einführung ist jedoch Sache der Stadt

Datteln.. Der Sanduhr-Plan der Stadt Datteln im Kreis Recklinghausen zum kostenlosen Kurzzeitparken stößt bei der Kommunalaufsicht auf Bedenken. Das NRW-Verkehrsministerium und die Bezirksregierung Münster verwiesen auf den Gleichheitsgrundsatz im Grundgesetz und die Straßenverkehrsordnung, die beide dem Vorhaben widersprächen. Unter anderem würden auswärtige Kurzparker ungleich behandelt.

Parken Die Bezirksregierung betonte am Mittwoch, sie habe der Stadt die Bedenken bereits im Herbst mitgeteilt, könne aber kein Verbot erteilen. Die Einführung sei Sache der Stadt. Der Rat hat das Vorhaben vergangene Woche gebilligt. Derzeit wird es vom städtischen Rechtsamt geprüft. Verschiedene Medien hatten über das Vorhaben berichtet.

Freie Parklücke suchen, Sanduhr aufs Armaturenbrett stellen - schon soll man in Datteln nach Vorstellung der Kommune bald sein Auto abstellen können. Denn als erste Stadt in Nordrhein-Westfalen plant Datteln, eine spezielle Sanduhr für Kurzparker einzuführen. Während der Sand acht Minuten lang rieselt, sollen Ortsansässige kostenfrei parken können. Vorbild für die Idee ist das württembergische Kirchheim unter Teck, wo die Sanduhren bereits seit 2013 eingesetzt werden. (dpa)