Säugetieratlas zeigt Vorkommen von Tieren in NRW

In der Düffel am Niederrhein gesichtet: Fischotter.
In der Düffel am Niederrhein gesichtet: Fischotter.
Foto: Nabu NRW
Welche Säugetiere leben wo in NRW? Der neue "Säugetieratlas" steht jetzt online – mit Steckbriefen und interaktiven Verbreitungskarten zu vielen Arten.

Ruhrgebiet.. Es gibt Gebiete in Nordrhein-Westfalen, da sagen sich Fuchs und Hase „Gute Nacht“ – aber eben nicht nur die, auch Wildkatze, Mufflon, Mopsfledermaus, Maulwurf und Siebenschläfer: Insgesamt 73 Arten und ihre Vorkommen listet der Säugetieratlas NRW auf, den Biologen nun online gestellt haben. Bei dem Projekt laufen die Fäden beim Naturkundemuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe zusammen. Noch erhebe der Atlas keinen Anspruch auf Vollständigkeit, heißt es ausdrücklich.

Interessant sind die Klicks trotzdem. Schon gewusst, dass es giftige Mäuse gibt? Die Wasserspitzmaus (Vorkommen auch am Niederrhein) hat kleine Drüsen unter der Zunge, mit deren Gift sie kleine Wirbeltiere zu töten vermag. Wenig bekannt dürfte auch sein, dass freilebende Streifenbackenhörnchen auf dem Gelände des Zoo Wuppertal unterwegs sind – nicht zu verwechseln, mit den Sibirischen Streifenhörnchen, die u. a. auf einem Friedhof in Münster beobachtet worden waren.

Warten auf Wolf und Luchs

Mit Steckbriefen und interaktiven Verbreitungskarten informiert der Atlas über die einzelnen Arten. Aufgeführt sind auch Tiere, die in NRW nur zu Gast waren, aber möglicherweise bald wieder dauerhaft heimisch werden (z. B. Wolf, immer wieder werden auch einzelne Luchse gesichtet) – oder auch nicht heimisch werden (z. B. der junge Seehund im Oktober 2014 im Düsseldorfer Hafen). Andere waren ausgerottet, sind aber definitiv nach NRW wieder zurückgekehrt (Fischotter etwa).