RVR feilt an einer Zukunft für seine Bäder

Im Ruhrgebiet..  Der Regionalverband Ruhr (RVR) arbeitet weiter intensiv an einer „großen Lösung“ für die unter Besucherrückgängen leidenden Freizeitbäder, die der RVR mit den Kommunen vor Ort unterhält. Ziel ist es, die Bäder in einer gemeinsamen Betreibergesellschaft zu vereinen. So will man Synergieeffekte erzielen, das Angebot in den Bädern besser aufeinander abstimmen und später leichter Fördergelder akquirieren. Die Gespräche mit den Kommunen dazu kommen voran. Heute soll der RVR-Wirtschaftsausschuss unterrichtet werden.

Es zeichnet sich ab, dass es aus Duisburg (Mattlerbusch) sowie Essen und Gelsenkirchen (Nienhausen) grünes Licht für die gemeinsame Bädergesellschaft geben wird, aus Oberhausen wohl auch (Vonder-ort). Mit Herne (Gysenberg) und Bochum (Kemnade) laufen die Gespräche. Dortmund allerdings will das Bad in Wischlingen wohl alleine fortführen. Geplant ist, dass die neue Bädergesellschaft Ende 2015 oder Anfang 2016 an den Start geht. An ihrer Spitze soll ein hauptamtlicher Geschäftsführer stehen. Wichtige Beschlüsse bedürfen in der Gesellschafterversammlung mindestens einer Dreiviertel-Mehrheit. Wo die Bäder-GmbH ihren Sitz haben wird, ist noch nicht entschieden.

Dringende Modernisierungen

Für Handlungsdruck sorgen sinkende Besucherzahlen und ein Modernisierungsstau. Einige Bäder haben in den letzten Jahren 20 % und mehr ihrer Gäste verloren. Insgesamt zählten die Bäder in den fünf Revierparks und zwei Freizeitzentren im Jahr 2014 rund 1,95 Mio Besucher – drei Prozent weniger als im Vorjahr.

Einige Bäder können nicht mehr auf die neue Gesellschaft warten. Für die sonst von einer Insolvenz bedrohte Revierpark Mattlerbusch GmbH bereitet der RVR einen Sonderzuschuss von bis zu 355 000 Euro vor, die Stadt hatte ihrerseits auch schon mehr Geld bereitgestellt. In Gysenberg und Kemnade stehen dringende Sanierungen an.