Ruhrgebiet hat Potenzial

Im Ruhrgebiet..  Von Neukirchen-Vluyn bis Unna: 5,1 Millionen Menschen leben im Gebiet des Regionalverbandes Ruhr (RVR). Das Ruhrgebiet gilt bekanntlich als „Ballungsraum“. Und der Begriff klingt, als wäre alles voll und alle würden sich auf den Füßen stehen – aber von wegen. „Die Metropole Ruhr ist ein attraktiver Wohn- und Arbeitsort mit einem hohen Anteil an Grün- und Freiflächen“, sagt RVR-Chefin Karola Geiß-Netthöfel (SPD).

Die neue Flächenanalyse „RuhrFis“ bescheinigt der Region Platz und Potenzial. 2109 Hektar Wohnbaureserve hat die Studie im gesamten RVR-Gebiet ausgemacht, dazu 2332 Hektar für künftige Gewerbe- und Industrienutzungen. Fast 40% der Wohnbaureserve ist relativ kurzfristig verfügbar, bei Gewerbe und Industrie gilt das für 62% der Flächen. Die Studie listet die Reserven für alle 53 Städte auf – Duisburg etwa liegt mit 124 Hektar bei künftigen Wohnbauflächen ziemlich vorn. Essen etwa verfügt über 122 Hektar Gewerbereserve.

Ungeahnt hoch ist mit 61% der Anteil der bestehenden Grün- und Freiflächen am 444 000 Hektar großen RVR-Gebiet. In kleineren ländlichen Kommunen, etwa im Kreis Wesel, kratzt der Anteil sogar an der 90%-Marke (z. B. Schermbeck). Eine Großstadt wie Mülheim bringt es immerhin auf 44%.

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