Ruhrbischof Overbeck rügt Umgang mit Opel-Belegschaft

Ruhrbischof Overbeck greift die Opel-Spitze an.
Ruhrbischof Overbeck greift die Opel-Spitze an.
Was wir bereits wissen
Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck hat den Umgang mit der Belegschaft des Bochumer Opel-Werkes ungewohnt scharf attackiert. Die schon lange andauernden Unsicherheiten seien nicht mehr hinnehmbar, sagte Overbeck am Sonntag in seiner Pfingstpredigt im Essener Dom.

Essen.. In seiner Pfingstpredigt hat Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck die Unternehmensspitze von General Motors angegriffen. Er kritisierte ihren Umgang mit den Mitarbeitern des Bochumer Opel-Werks. "Wirtschaftliche und finanzielle Entwicklungen sind immer Entscheidungen, die das Wohl und Wehe vieler Menschen betreffen", sagte Overbeck und nannte explizit das Bochumer Opelwerk.

Dass die Mitarbeiter dort seit langer Zeit im Unklaren über ihre Zukunft sind, sei "für die Betroffenen schon ebenso lange nicht mehr hinnehmbar", so der Bischof.

Bei Opel, so Overbeck weiter, herrsche ein "Ungeist, der am Ende allen schadet, nicht nur den von Arbeitslosigkeit Betroffenen, den Zulieferfirmen und Verantwortungsträgern, sondern unserer ganzen Region". Entscheidungen und verantwortungsbewusstes Handeln bräuchten jetzt dringend einen "guten Geist, um den hohen Wert eines gesamtgesellschaftlichen Friedens zu fördern". (mit dapd)