Rot-Grün in NRW beurteilt Berliner Energiebeschlüsse gegensätzlich

Die Beschlüsse der großen Koalition zur Energiepolitik werden in der rot-grünen Landesregierung von Nordrhein-Westfalen gegensätzlich beurteilt. Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) nannte sie am Donnerstag ein "gutes Gesamtpaket für NRW". Die Klimaziele würden erreicht, ein Strukturbruch im rheinischen Braunkohlerevier verhindert, teilte er im Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Düsseldorf.. Der grüne Umweltminister Johannes Remmel kritisierte dagegen die Beschlüsse. Es sei "kein guter Tag für den Klimaschutz", bemängelte er im Kurznachrichtendienst Twitter. Die große Koalition kippe die Klimaziele und bitte die Bürger zur Kasse.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU), Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) und CSU-Chef Horst Seehofer hatten sich in der Nacht zu Donnerstag darauf festgelegt, zur Erreichung ihrer Klimaschutzziele Braunkohle-Kraftwerke vom Netz zu nehmen und in eine Reserve zu schicken. Dafür erhalten die Stromkonzerne Prämien.

In NRW sollen nach früheren Angaben Duins fünf Kraftwerksblöcke abgeschaltet werden. Duin hatte sich zusammen mit der Bergbaugewerkschaft IGBCE für diese Lösung eingesetzt.