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Landwirtschaft

Rheinische Bauern werben um Dialog und Akzeptanz

22.01.2016 | 18:11 Uhr
Rheinische Bauern werben um Dialog und Akzeptanz
Ein Bauer erntet Gerste.Foto: Federico Gambarini/dpa

Im Rheinland.   Kampagne der Landwirte zu Themen wie Traditionspflege, Lebensmittelproduktion und Gülle gestartet. Jeden Monat ein neues Motiv

Mal überlegt, wie es um den Karneval und seine Umzüge stünde – ohne die Bauern und ihre Trecker? Ohne das Korn für Berliner Ballen und Muzen, ohne die Gerste fürs Bier..? Eben. „Wir machen lustich“, heißt es deshalb in feinem Rheinisch auf Plakaten, die jetzt an Bahnhöfen und vor Bauernhöfen im Rheinland hängen. Zu sehen: Fünf Bauern aus dem richtigen Leben, in humoriger Pose.

Die „Models“ sind im richtigen Leben Landwirte aus dem bergischen Land Foto: RLV

Das Motiv ist der Auftakt für die „Wir machen“-Kampagne der Rheinischen Bauern mit ihren 15 000 Betrieben. Ein Jahr lang jeden Monat ein neues Motiv, Erklärungen gibt es im Internet – oder am besten im direkten Gespräch beim Verband oder den Bauern vor Ort. Die Botschaft ist stets: Mit dem was sie tun, spielen Landwirte für die Gesellschaft eine wichtige Rolle. „Wir wollen zeigen, dass wir einen guten Job machen“, sagt Bauernpräsident Bernhard Conzen im Gespräch mit der NRZ.

Die nächsten Motive stehen fest. Im nächsten Monat z. B. machen die Bauern „Mief“ (Gülle und Geruchsemissionen), dann „Öko-Power“ (Energiewende), „Höfetouren“ (Kennenlernbesuche beim Bauern vor Ort), „Grillen“ (Fleischproduktion & Tierhaltung, Gemüse), dann „das Korn“ (Getreide). „Wir wollen mit der Kampagne polarisieren, aber auch nachdenklich machen – auch den eigenen Berufsstand“, sagt Bernhard Conzen.

Kreislaufwirtschaft

Man dürfe gern auch mal über die Plakate streiten, so der Verbandspräsident weiter. Wichtig sei es, ins Gespräch zu kommen. Dann, so Conzen weiter, habe man als Landwirt Gelegenheit klarzustellen, dass auch Bauern Gülle nicht gern riechen: „Aber wir betreiben nun mal Kreislaufwirtschaft.“ Und man bemühe sich mit moderner Technik Geruchsemissionen knapp zu halten.

„Früher hat man einfach im Dorf gesprochen, wenn es ein Problem gab“, sagt Conzen. Dass das nicht mehr unbedingt so ist, liege auch an den Bauern und knapper Zeit: „Der Strukturwandel fordert uns. Wir haben auf den Höfen unheimlich zu tun.“ Mit der Kampagne wolle man verloren gegangene Gesprächskanäle wieder aktivieren.

Holger Dumke

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Rheinische Bauern werben um Dialog und Akzeptanz
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2016-01-22 18:11
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