"Völlig haltloser Vorwurf"
01.08.2007 | 21:37 Uhr 2007-08-01T21:37:47+0200Wasserversorger wehren sich gegen die frühere Umweltministerin Bärbel Höhn
Essen. Der Vorwurf hat es in sich: Das Wasser im Ruhrgebiet sei schlechter als anderswo, weil die Wasserversorger ihre Anlagen nicht auf dem neuen Stand haben, sagte die frühere Umwelministerin Bärbel Höhn. Die Wasserversorger reagieren scharf.
Dass ausgerechnet Höhn sich zum Anwalt der Wasserqualität mache, verwundere sehr, meint Gelsenwasser-Vorstandsmitglied Bernhard Hoersgen. Schließlich sei sie es gewesen, die nichts gegen PFT unternommen habe. "Der Vorwurf, es wäre nicht genügend investiert worden, ist völlig haltlos." Die Wasserwerke seien "stets auf dem notwendigen technischen Stand ertüchtigt" worden. In den nächsten fünf Jahren würden 80 Millionen Euro investiert.
Der Vorstandschef des Ruhrverbandes, Prof. Harro Bode, verweist darauf, dass der Verband in den vergangenen 15 Jahren 1,6 Milliarden Euro eingesetzt habe, um die Kläranlagen "den gesetzlichen Forderungen anzupassen". Die meisten Projekte seien verwirklicht worden, als Höhn Umweltministerin war. Dabei habe es stets Einvernehmen mit dem Ministerium gegeben.
Die Kläranlagen des Ruhrverbandes entsprächen "zu 100 Prozent" dem Stand der Technik. "Viele erzielen deutlich bessere Werte als gefordert", so Bode. Ein bundesweiter Leistungsvergleich habe 2006 ergeben, dass die Kläranlagen des Ruhrverbandes überdurchschnittlich abschnitten.
"Es ist eine Frechheit, wie Höhn auf den Putz haut", schimpfte CDU-Umweltexperte Friedhelm Ortgies. "Alles, was sie nun kritisiert, hätte sie in ihrer Amtzeit machen können.
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