Viele Pannen bei Festnahme der "Sauerland-Gruppe"
10.11.2009 | 18:52 Uhr 2009-11-10T18:52:00+0100
Düsseldorf. Bei der Festnahme der "Sauerland-Gruppe" hat die Polizei eine Pannenserie erlebt. So konnte der Terrorverdächtige Daniel S. sogar die Dienstwaffe eines Beamten ergattern.
Bei der Festnahme der terroristischen «Sauerland-Gruppe» im Herbst 2007 hatten die beteiligten Polizisten offenbar mit erheblichen Problemen zu kämpfen. Eine Polizistin, die mit ihrem Kollegen den flüchtenden Angeklagten Daniel S. gestellt hatte, sagte am Dienstag im Prozess gegen die Gruppe vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf, sie habe per Funk versucht, Verstärkung anzufordern. Der Funkkontakt habe aber nicht funktioniert.
Als der Kollege Daniel S. zu Boden gebracht hatte, gelang es diesem, die Dienstwaffe des Polizisten an sich zu bringen. Die hinzugeeilte Beamtin versuchte nach eigenen Angaben, Daniel S. mit einem Griff in die Augen außer Gefecht zu setzen. Dies sei aber nicht gelungen. Daraufhin habe sie vier bis fünfmal «so laut wie möglich» nach dem in ihrer Nähe eingesetzten weiteren Polizeiteam geschrien. Mit Hilfe der Kollegen sei es dann gelungen, Daniel S. zu überwältigen.
Völlig überrascht
Nach Angaben der 29-Jährigen sollten sie und ihr Kollege eigentlich nur den weiter entfernten Umkreis des Ferienhauses für den Fall absichern, «dass es bei der Festnahme Probleme gibt». Daher seien sie beide völlig überrascht gewesen, als Daniel S. plötzlich an ihnen vorbeilief. «Aufgrund von Kommunikationsfehlern hatten wir nicht mitbekommen, dass jemand geflüchtet war», sagte die Beamtin. Daniel S. hatte in der Verhandlung ausgesagt, dass er bei seiner Flucht direkt vor dem Haus einen völlig perplexen Beamten passiert hatte.
Unklar ist nach wie vor, ob Daniel S. im Gerangel mit dem Polizisten mit der Waffe zweimal vorsätzlich versuchte, auf den Beamten zu schießen oder ob sich nur ein Schuss zufällig löste, wie Daniel S. behauptet.
Die vier im «Sauerland-Prozess» angeklagten Männer im Alter von 24 bis 30 Jahren sollen im Namen der Terrororganisation Islamische Dschihad-Union (IJU) Sprengstoffanschläge in Deutschland geplant haben. Laut Anklage hatten sie zwölf Fässer mit Wasserstoffperoxid beschafft und in dem Ferienhaus damit begonnen, daraus Sprengstoff herzustellen. (ddp)
17:31
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17:19
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14:23
Hätte die Polizei die vier jungen Leute für gefährlich gehalten, hätten sie wohl den Zugriff besser geplant. Wir lesen hier, dass dies nicht der Fall war, weil es nicht erforderlich erschien.
Macht Schluss mit dem Prozess.
12:50
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11:27
Tja liebe Polizeibeamten das ist was anderes als Parkticket´s zu schreiben.
11:15
Die Gruppe wurde bisher als dilettantisch beschrieben. Offenbar waren die Behörden noch dilettantischer.....
08:35
Das ändert natürlich alles . Wenn die Polizei sich falsch verhält oder Pennt bin ich für Freispruch der Angeklagten . Haftentschädigung und resozialisierung in einem Land ihrer Wahl wird auch noch bezahlt vom Staat.
Ironie aus !!
07:03
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22:10
@1
Na klar, die Attentäter zeigen sich Kooperativ und zeigen Reue, also wohlmöglich auich noch Freispruch für alle. - Klasse
*kopfschüttel*
16:07
Warum sollte Daniel S. versucht haben vorsätzlich auf den Beamten zu schießen? Das kann sich niemand vorstellen. Bei dem Gerangel wird sich ein Schuss gelöst haben.
Die Angeklagten haben sich kooperationsbereit gezeigt und eigentlich sollte der Prozeß ja bereits vor dem Ramadan erledigt sein. Hoffen wir, dass es bald soweit ist.