Viele Metzger geben ab 2010 das Schlachten auf
06.08.2009 | 08:07 Uhr 2009-08-06T08:07:00+0200
Essen. Erst 25 Prozent der 250 betroffenen Fleischerbetriebe in NRW dürfen ab dem 1. Januar 2010 weiterhin schlachten. Dem Rest fehlt bisher die nötige EU-Zulassung. Viele Metzger stellen erst gar keinen Antrag - zu kostspielig wäre die fällige Umrüstung des Betriebes.
40 Jahre lang hat Metzgermeister Günter Janson in seinem Betrieb im sauerländischen Bad Laasphe geschlachtet. Damit ist jetzt Schluss. Der Grund ist eine neue Lebensmittelverordnung der EU. Zum 1. Januar 2010 bräuchte er eine Zulassung als EG-Betrieb. „Doch dafür müsste ich ein neues Schlachthaus bauen“, klagt der Metzger.
Janson ist nicht der einzige Metzger, der künftig aufs Schlachten verzichtet. Obwohl die neue EU-Regelung bereits im Jahr 2004 angekündigt wurde, sind erst ein Drittel der rund 10000 in Deutschland betroffenen Fleischerbetriebe zugelassen. „Ein Drittel befindet sich derzeit im Verfahren und ein Drittel ist noch nicht im Rennen oder erst gar nicht an den Start gegangen“, erklärt Wolfgang Lutz von der Geschäftsführung des Deutschen Fleischer-Verbandes.
Die Probleme vieler Metzger liegen im Detail: „Jahrelang war bei uns alles in bester Ordnung. Und auf einmal steht das Schlachthaus zu nah an der Theke – ich kann’s ja nicht einfach wegtragen“, ärgert sich Janson. Die Auflagen seien die gleichen wie für große Industrie und damit liege die Messlatte viel zu hoch für die kleinen Handwerksbetriebe. „So wird nicht gefragt, ob der Bremsweg gleich lang ist, sondern ob die Bremsen gleich groß sind“, zieht Lutz einen Vergleich.
„Leider legen manche Veterinärbehörden bei den Voraussetzungen für eine Zulassung eine wahre Detailbesessenheit an den Tag“, berichtet Dirk Haerten, Geschäftsführer des Fleischerverbandes NRW. Da müssten in einem kleinen Betrieb mit zwei Mitarbeitern Stiefelwaschanlagen sowie eine Schleuse für 25000 Euro eingebaut werden. „Selbst wenn dort die Hygiene stets gestimmt hat – da fehlt einfach das Fingerspitzengefühl“, beschwert sich Haerten.
In NRW fallen 250 Betriebe unter die neue EU-Verordnung. „Bislang dürfen erst 25 Prozent ab dem 1. Januar 2010 weiterhin schlachten“, so der Geschäftsführer. Wie viele tatsächlich aufgeben, kann er nicht sagen. „Aber ich gehe davon aus, dass die regionale Nahrungsversorgung darunter leiden wird“. Dann werde es vielerorts den „Metzger des Vertrauens“, der das Produkt von der Schlachtung des Tieres bis zum Verkauf an den Verbraucher betreut, in dieser Form nicht mehr geben. „Natürlich werden wir von vielen Kunden darauf angesprochen, die verunsichert sind“, sagt Metzger Janson. Deshalb halte er weiterhin den direkten Kontakt zu den Landwirten, deren Fleisch er über den Umweg Schlachthof geliefert bekommt.
Grundsätzlich sei die EU-Zulassung die richtige Vorgehensweise: „Mit der Betriebserlaubnis werden die schwarzen Schafe der Branche aussortiert“, betont Lutz. „Aber gerade die kleinen Metzger ächzen unter den Bedingungen.“ Die Brüsseler Bürokratie macht es ihnen nicht leichter. Akribisch müssen sie Hygienepläne ausfüllen – dazu kommen Tierpässe, Abmeldungen und zahlreiche andere Formulare. „Ich brauche bald länger, um ein Tier zu verwalten, als es zu schlachten“, klagt Janson. Nicht nur deshalb sei er gar nicht so unglücklich, dass dieses Segment wegfalle. „Rein wirtschaftlich stehe ich jetzt sogar besser da, weil die enormen Schlachtkosten und der Dreck am Haus wegfallen“. Jetzt muss er nur das Vertrauen der Kunden behalten.
12:18
dieses Beispiel belegt, dass sich der Kapitalismus in einer Systemkrise befindet.
Hier hilft nur noch die Resettaste und Neuanfang.
Schlimmer kann es nicht mehr werden.
Wo bleibt der Ruf - Wir sind ein Volk - aber bitte ohne Brüssel.
Abwählen diese Bande.
Da fällt mir der Witz mit dem Stabersaugervertreter ein - der verkauft Staubsauger.
Was verkauft eigentlich ein Volksvertreter ?
11:42
Hallo zusammen,
kann es denn wahr sein? Ist es wirklich so, dass mit 2erlei Mass gemessen wir, der muslimische Schächter darf - was Schlachter nicht dürfen?!
Übrigens, auf der Bismarckstraße hat ein türkischer Metzger eine Metzgerei übernommen und außen (auf der Markise) steht noch ein Teil des alten Schriftzuges
FLEISCHERFACHGESCHÄFT ............
09:07
was sucht die EU in meinem Stall sagte ein französischer Bauer, ob er recht hat ?
15:35
Wie war das noch mit den Großschlachtern ihrem Ekel - und Gammelfleisch, ihren Leihschlachtern aus Kirgisien. Den Dumpinglöhne und Arbeitszeit Verstößen und das umetiketieren ?
Schon alles vergessen ?
Wann kommen die nächsten Betrügereien ans Tageslicht ?
Wo sind da die EU-Regeln und wer überprüft sie ? Haben wir doch alles schon mal irgendwo gehabt.
Was macht die EU bei den Jägern ? Bekommt die Lobby dann eine Ausnahmegenemigung ?
Das alles führt nur zu noch mehr Schlachtfabriken.
10:15
Gesetz ist Gesetz und muß penibelst gründlich unter Anwendung drakonischer Strafen umgesetzt werden. Wenn es EU Gesetz wäre, daß jeder Falschparker sich umzubringen habe- es würde durchgeführt werden. Führer befiel, wir folgen dir, auch wenn wir dabei abkratzen
11:46
Quatsch, das eingelagerte Rindsfleisch aus der BSE-Zeit wird jetzt aufgetaut und wieder verkauft, da lagern ja noch 10000de Tonnen in russischen und türkischen Kühlhäusern.
Wie wollen Sie ihren Döner? Huhn oder Rind? lol
09:31
Vielleicht wird dann weniger geschlachtet - fände ich auch nicht falsch. Dann gibts vielleicht auch nicht mehr so viel Gammelfleisch ...
08:40
^^ Wirr leben faktisch in einer Dilktatur, wo viele Leute ( europaweit ) von Leuten regiert werden, die sie gar nicht gewählt haben und Gesetze erlassen werden von Organen, die es laut unserer Verfassung gar nicht gibt und die somit auch keine für uns gültigen Gesetze erlassen dürften.
Für diesen Fall heißt das : Tschüss Metzter / Schlachter - willkommen Ananlogschnitzel etc ( natürlich ohne das es entsprechend gekannzeichnet ist, man will den Verbraucher ja nicht verwirren... )
08:36
Hoffentlich wird die Beachtung dieser neuerlichen EU - Schwachsinnsregel auch bei mohammedanischen Fleischern überwacht.
Diese durften bisher gegen bestehende Tierschutzgesetze Tiere schächte, also bei vollem Bewustsein abstechen und ausbluten lassen.
Oder werden hier wieder großzugige Ausnahmeregelungen gefordert und erstritten?
07:27
Metzger weg und demnächst auch bäcker und bauern usw.haben die in Brüssel nix anders zutun? auch in Großschlachtereien gibt es schwarze Schafe.Und nicht immer läuft alles so ab wie ablaufen soll. Man wo leben wir eigentlich?Nur Vorschrift und Verbote.